Donnerstag, 26. März 2009

Roccatune wird Plattenlabel. Und ich zum Star.

Wie lang hab ich davon geträumt, vom großen Durchbruch. Und jetzt, mehr als 4 Jahre nach unserem letzten gig ist es soweit. Wir, also die Band august99, haben einen Plattenvertrag. Bei roccatune. Denn der Musik-Streaming-Dienst wird zur Plattenfirma. Und wir einer der ersten Künstler.


Wie's geht? Einfach anmelden in der Artist Area bei roccatune. Dann Infos und Songs hochladen. Fertig. Wer dann die Tracks in seiner eigenen Webseite einbinden möchte, der generiert sich einfach ein Widget. So eins wie das hier (idealerweise mit Artwork):


Ach übrigens: Jedes Mal, wenn Eure Songs gehört werden, kassiert Ihr mit. Zwar nicht viel, aber immerhin. Also: Immer schön klicken. Dann kommen auch für uns ein paar Euro zusammen.

Montag, 16. März 2009

Verändern Blogs und Chat unsere Sprache? Oder nur mich?

Ich muss gestehen, dass ich schon immer ein gespaltenes Verhältnis zu unserer Sprache hatte. Ich fand sie schon immer spannend, aber nicht so, wie andere Menschen sie spannend finden. Als es in der Schule um Bücher und Gedichte ging, fand ich's langweilig und schrieb schlechte Klausuren. Ging es hingegen um Grammatik fand ich es toll. Im Studium wurde mir klar, warum: Ich mag Sprachwissenschaft, während mich Literaturwissenschaft eher nervt. Bis heute kann ich nicht wirklich verstehen, weshalb in der Oberstufe vor allem Literaturwissenschaft gelehrt wird und wieso das dann wichtiger sein soll als Musik und Kunst. Sprachwissenschaft - Ok. Das wäre wirklich wichtig. Aber darum ging's zumindest in meinem Grundkurs nicht. Aber egal.

Auch in PR und Medien hab ich ein Verhältnis zur Sprache, mit dem ich gefühlt alleine dastehe. Klar, dass die Texte von Brandeins und Neon nicht nur mir, sondern auch meinen Kollegen gefallen. Aber ansonsten? Ich mag häufig Texte, die andere für schlampig und dahingerotzt halten. Ich mag Sprache, die sich liest wie gesprochen - eben Blogsprache. Mich machen Texte glücklich, die nicht perfekt sind. Die Raum lassen zum Atmen, zum kommentieren. Und ich mag es auch Texte zu schreiben, die - wie dieser hier - nicht auf den Punkt sind. Die mir erlauben nach dem ersten Kommentar meine Meinung komplett zu ändern. Weil ich mich nicht aufspiele als wüsste ich von vorneherein alles besser.

Ich merke, dass sich auch mit Journalisten und Kunden bessere Diskurse entwickeln, seit E-Mails nicht mehr perfekt sind - nicht wie Briefe, sondern wie Chats. Wenn ich EINE Frage stellen will, stelle ich EINE Frage. Und schreibe nicht, wie früher, einen ganzen Brief. Ich meine zu erkennen, dass Diskurse dadurch lebendiger werden. Antworthemmungen werden genommen, weil's schneller geht. Und so manche Info - so kommt es mir zumindest vor - wäre nie bei mir gelandet, wenn sie hätte von "Sehr geehrter Herr XY, vielen Dank für Ihre E-Mail und das damit verbundene Interesse an... Mit freundlichen Grüßen" eingerahmt werden müssen.

Das alles gilt natürlich nicht immer und in jeder Situation. Aber im Großen und Ganzen nehme ich diesen Trend war. Und nun frage ich mich: Ist die Tendenz zu Blog- und Chat-Sprache wirklich eine sprachliche? Oder ist es nur meine, weil ich Teil dieser Bloggerwelt bin? Würde mich freuen, Eure Meinung zu lesen.

Samstag, 14. März 2009

Wird Facebook das neue Twitter?

Schon spannend, was da gerade passiert. Noch gestern hätte ich mir nicht vorstellen können, Facebook mit Twitter zu vergleichen. Doch heute wurde das Design bei Facebook umgeschaltet. Und das neue ist nicht nur sehr übersichtlich, sondern auch ziemlich twitter. Das finde ich optisch sehr schön. Aber es wirft einige Fragen auf.


Soll ich mein Facebook-Profil öffentlich zugänglich machen?

Was bei Facebook kaum jemand macht, ist bei Twitter üblich: Öffentliche Updates. Soll ich also nun meine Seite zum Teil oder komplett freischalten? Und wenn ja, was ist dann z.B. mit Partyfotos (auf die ich dort seit jeher verzichte). Auf Twitter bekommt man nur Wortfetzen von mir - das ist auch öffentlich kein Problem. Aber Fotos, Videos und und und - ich weiß nicht. 


Geht der private Charakter von Facebook verloren?

Facebook war - zumindest für mich - schon immer nicht eindeutig privat (wie Lokalisten oder StudiVZ) oder geschäftlich (wie LinkedIN oder Xing). Allerdings war man dort bis vor einigen Monaten durch die geringen Nutzerzahlen ziemlich "unter sich". Das ändert sich nun. Was bedeutet das für die Kommunikation? In Facebook wachsen private und geschäftliche Identität zusammen. Oder wie Mercedes Bunz beim Trendforum der Telekom auf der CeBIT gesagt hat: Online werden wir aus einer Vielheit (beruflicher Christian, Kegelclub-Christian, Familien-Christian) zu einer Einheit. Müssen wir als private Gespräche zukünftig wieder in die Offline-Welt verlagern? Oder werden wir zukünftig auch offline zu einer Einheit. Und wird die steife Trennung zwischen privater und geschäftlicher Kommunikation auch offline bald der Vergangenheit angehören?


Werden Xing, StudiVZ und Lokalisten nun auch Twitter?

Eine letzte spannende Frage: Ziehen die anderen Social Networks nach? Werden die bald alle von ihnen kleine Twitters? Und würde dieser Wandel nicht noch mehr Nutzer zur Entscheidung für einen Dienst zwingen? Fünf Profile kann ich schließlich pflegen. Aber fünf Twitter-Streams? Das wird anstrengend. Klar, man kann schon jetzt seinen Twitterstream in Facebook und anderswohin portieren (geht das eigentlich auch umgekehrt?). Aber Facebook-User wundern sich doch sehr über die @s und #n in den Statusmeldungen. Und wirklich kommunizieren kann man mit den meisten dieser Statusmeldungen-Porteure auch nur auf einer Plattform. 

Es wird also spannend. Hast Du weitere Fragen? Oder vielleicht sogar Antworten auf meine? Dann nur raus damit!