Montag, 11. Mai 2009

Klein-Klein als "next big thing"

"What if your digital creative agency sold 100 little digital experiences instead of 1 big website?" fragt sich Mike Arauz. Er fordert einen Wandel im Denken, Handeln und Honorierung von Digital-Agenturen: Statt von aufwendigen Webseiten zu leben, sollen sie die dafür investierte Kohle nehmen und kleine Markenerlebnisse im Web schaffen. Und er zeichnet auch einen Weg auf, wie diese Umstellung funktionieren kann.

Für mich ein interessanter Gedanke. Nicht nur für Digital-Agenturen. Denn was viele Marketer als Klein-Klein abtun, ist nah bei den Menschen - und das ist doch das, was wir momentan alle sein wollen, nicht nur digital. Vielleicht wäre es für VW besser 1.000 kleinen Fußballvereinen ihr Saisonabschlussgrillen zu sponsern als einmal Partner des VFL Wolfburg zu sein. Und vielleicht ist Olaf Kolbrücks Suche nach der "Big Idea" im Social Media Bereich deshalb aus gutem Grund erfolglos.

Aber nur vielleicht. Denn so charmant das alles klingt, so ist dieser Gedanke dennoch nicht ganz zu Ende gedacht. Denn man braucht beides. Klein-Klein und groß. Man braucht die netten Ideen für bestimmte Microzielgruppen - aber auch einen Ort, an dem man die ganzen Leute, denen man kleine Erlebnisse geboten hat, dann einsammelt. Draußen Fans finden - daheim Fans binden.

Dass bei der Gewichtung der beiden Aspekte nachjustiert werden muss, ist keine Frage. Denn im Moment sind die meisten Marketer ausschließlich daheim aktiv. Und ob das alles von Digital Agenturen gemacht werden muss, weiß ich auch nicht. Schließlich haben auch die klassischen Werber das "Klein-Klein" gerne den PR-Agenturen überlassen. Meine Kontaktdaten stehen in der Sidebar.

(via @jo_vanna und @spike72)

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