Kutcher, Winfrey & Co sind wurscht
Nachdem Ashton Kutcher und Oprah Winfrey sich anscheinend ein Follower-Maximierungs-Duell auf Twitter geliefert haben (ich recherchiere das nicht nach, weil mir das vollkommen egal ist), geht die Diskussion um: Machen solche Aktionen Twitter kaputt, weil die Promis das Tool nur zum Senden und nicht zum kommunizieren nutzen? Oder brauchen wir gar auch in Deutschland solche Aktione?
Meine Meinung: Diese Aktionen sind vollkommen wurscht. Sie haben einen Tag lang (anscheinend) einige Twitterer und klassische Medien in Atem gehalten. Sie halten jetzt diejenigen in Atem, die das Ganze über eine Metaebene betrachten. Aber letztendlich sind es nur Anekdoten, wie Sachar zurecht schreibt.
Warum solche Aktionen Twitter nicht schaden:
Es gibt solche "Schwanzvergleiche" und Mit-Followern-Rumprollerei jeden Tag. "Noch 2 Follower bis 400/500/600/1000" liest man jeden Tag und ist geneigt, die Autoren direkt wieder zu unfollowen.
Und Leute, die nicht kommunizieren gibt es auch unter den "guten" Twitterern genügend. Sascha Lobo z.B. antwortet meist nur Sixtus. Ansonsten keine Antworten seit dem 2. April. Und Barack Obama, den wir alle so toll finden, hat - soweit ich seinen Stream durchlese - nie geantwortet.
Hat's der Szene geschadet? Nein.
Warum wir sowas in Deutschland nicht brauchen.
Aber daraus gleich zu schließen, dass man soetwas in Deutschland auch braucht - ich weiß ja nicht... Solche Aktionen werden nur deshalb von den Medien aufgegriffen, weil die Journalisten Twitter lächerlich finden - und große Teile des kleinen Anteils der Bevölkerung, die je davon gehört haben, auch.
Umgekehrt werden die meisten, die aufgrund dieser Berichte mit dem Twittern beginnen, es wieder nicht verstehen. Denn sie reden wieder über 140 Zeichen und nicht über Vernetzung. Bringt also auch nichts.
Zusammengefasst kann man sagen: Die Aktion von Kutcher und Winfrey ist wurscht. Und es ist auch wurscht, ob sich Twitter durchsetzt oder nicht - es macht mir und vielen anderen Menschen Spaß und das ist das wichtigste.
Und jetzt starr ich weiter so lange aus dem Fenster, bis die Sonne endlich kommt.
