Samstag, 31. Mai 2008

Horizont lässt fremdbloggen

Kann mir zufällig jemand sagen, was da gerade beim Horizont-Blog off the record passiert? Erst wurde ein off the record-Netzwerk angekündigt und jetzt gibt es zwei Blogs,die zwar eine Subdomain von Off the record haben - aber bei denen andere Unternehmen als der DFV im Impressum stehen.

Soll das das Netzwerk sein? Will Horizont zu blogger.com werden? Oder glaubt man daran, dass die Marke Horizont automatisch Besucher auf weitere Blogs unter selber Domain lotst. Letzteres mag zwar einmal funktionieren - aber am Ende muss der Content der neuen Blogs überzeugen. Das beweisen nicht zuletzt die Sub-Blogs bei Robert Basic, von denen ich nicht denke, dass sie sonderlich erfolgreich sind.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Herzlichen Glückwunsch, Hubba Bubba!

Hubba Bubba feiert 30sten Geburtstag. Wir haben's betreut. Wer Geschichten und Bilder rund um Kaugummiblasen und Hubba Bubba hat, kann diese unter hubbabubba.de hochladen und tolle Preise gewinnen. Außerdem geht ein Euro pro Teilnehmer an Kinderträume e.V. Was Promis zu Hubba Bubba sagen, seht Ihr hier:

Montag, 19. Mai 2008

Opel, RWE und Bionade

Wenig Zeit, also ein paar kurze Gedanken. Twitter ist ja aktuell mal wieder down.

gehmiRWEgmitdemmist
Ehrlich gesagt habe ich selten einen so seltsamen Claim gesehen wie das "voRWEg gehen", mit dem RWE gerade wirbt. Da hatte wohl jemand die Idee, das RWE in ein anderes Wort zu integrieren, und dann hat die Agentur kein gescheites Wort gefunden. Gute Ideen, die sich aber - aus welchem Grund auch immer - nicht umsetzen lassen, sollte man verwerfen.

Das offizielle Getränk der Bürokraftenreiter
Ohne Worte finde ich den Gerichts- und Wortklaubereistreit, den sich gerade die Bionade mit ihren Wettbewerbern leistet (hier, hier und hier). Ich weiß echt nicht, wieso die so schnell nervös werden. Und ich bin mir sicher, dass sich dieses Verhalten langfristig nicht mit dem Anspruch als "offizielles Getränk einer besseren Welt" vereinen lässt. (Disclousure: Ich arbeite in einer Agentur für einen Getränkehersteller, der aber nicht an dem Streit beteiligt ist)

Insignia bloggt
Wenige Kommentare (und wenig Besucher?), aber ganz schöne Posts bietet der Insignia Blog. Und nein, trotz meines letzten Posts zum Thema und diesem Lob habe ich nichts mit Opel am Hut außer dem kritischen Interesse an der Entwicklung der Marke.

Freitag, 16. Mai 2008

Der Werbeblogger, Twitter und die Idiotie der PR

PRler sind Idioten. Sie verschicken Pressemitteilung, die mit System (nicht mit Spaß an der Sprache) geschrieben wurden an maschinell gepflegte Verteiler und werten die Resonanz in Excel aus. Und anschließend wundern sie sich darüber, dass

a) Journalisten sich behandelt fühlen wie der "Normalbürger", dem morgens die ganze Ladung Postwerbesendungen aus dem Briefkasten entgegenkommt
b) sie von Kunden nicht als Kommunikationsberater wahrgenommen werden, sondern nur als Sachbearbeiter
und
c) ihre Stundensätze ebenfalls denen von Sachbearbeitern gleichen - und nicht denen von Unternehmensberatern

Ich beobachte in der PR eine zunehmende Technokratisierung: Den Beratern wird beigebracht, dass sie personalisierte E-Mails (und nicht per BCC) verschicken sollen und dass sie professionelle Verteiler-Pflege und Evaluation mithilfe von Tools wie Convento betreiben sollen. Das eigentlich wichtigste verliert dadurch an Bedeutung: Die Beziehung zu Menschen - Journalisten, Meinungsbildnern etc. Dabei managen wir doch Public Relations, Beziehungen zu Öffentlichkeiten.

Einen besonderen Drang zur Technokratisierung haben die PRler meines Erachtens im Web 2.0. Bei jedem neuen Tool fangen sie an zu überlegen, wie man es einsetzen kann - zum Beispiel glaubt der Sichelputzer, dass es bald vielleicht üblich wäre Statements von Geschäftsführern auf Twitterlänge zu formulieren. Dazu sag ich mal nix.

Ich denke, wir sollten wieder anfangen, uns über Menschen Gedanken zu machen. Und bei Kommunikation unter Menschen kommt es auf ganz andere Dinge an als irgendwelche Formalitäten. Es geht um ernstgemeintes Zuhören ohne Geschwafel. Es geht nicht um "professionelle Sprache", sondern darum, dem Gegenüber Spaß an der Konversation zu bringen. Der Weg dorthin führt über ganz unterschiedliche Wege. Einige Kollegen von mir sprechen mit Journalisten über das Wetter, die Haustiere oder Urlaubsziele. Ich z.B. spreche lieber über eher sachliche Themen. Manche E-Mailen lieber, andere telefonieren. Wichtig dabei: Ich muss versuchen, ein interessantes Gespräch zu führen. Dann ist das die halbe Miete für eine gute "Relation".

Warum ich diesen ganzen Sermon hier ablasse? Ich wurde vor einigen Tagen vom Werbeblogger für mein Kommunikationsverhalten gelobt. Ich hatte bei Twitter gelesen, dass Patrick gerne Tee trinkt. Da meine Kollegen in Hamburg einen neuen Tee promoten, habe ich ihn per lockerer E-Mail gefragt, ob er nicht Lust hat zu probieren. Er sagte ja, ich schickte ihm das Produkt (ohne Pressemitteilung). Und dann kam dieser Beitrag, auf den ich sehr stolz bin.

Ich bekam einige Anfragen, mal darüber zu bloggen, wie ich das denn so mache mit Twitter. Und alle, die sich das gewünscht haben, erwarteten vermutlich einen Beitrag über systematisches Monitoring in Twitter und quasi automatisierte Abläufe. Vielleicht hätte man diese Twitter-Relations-Geschichte sogar dem PR Report verkaufen können. Will ich aber nicht. Denn eigentlich war es ganz einfach: Ich habe mir ein Medium gesucht, dass mir und dem Adressaten Spaß macht und habe zugehört - bis sich eine Chance geboten hat, eine "Beziehung" herzustellen. Und die habe ich genutzt.

So einfach ist das.

The ultimate Macke

Gar nicht so einfach ist es, die von Marita gestellte Aufgabe zu lösen, sechs meiner Macken hier zu publizieren. Also bat ich zwei Arbeitskollegen (die lange Zeit mit mir im Büro verbracht haben bzw. verbringen), mir meine schlimmsten Macken aufzuzählen. Gut für mich: Spontan fiel ihnen keine ein. Ich habe also nicht weiter nachgehakt und liste deshalb nur die eine Macke auf, die vermutlich alle anderen nach sich zieht:

WENN ICH HUNGER HABE, WERDE ICH UNAUSSTEHLICH!

Solltet Ihr also mal persönlichen Kontakt zu mir haben und merken, dass ich von einem Moment auf den anderen gereizt, spießig und kurz angebunden werde: Bringt mir was zu essen, dann ist alles wieder gut:-)

P.S.: Habe irgendwie keine Lust, dieses Stöckchen weiterzugeben. Wer aber den dringenden Wunsch verspürt, seine Macken zu publizieren, fühle sich hiermit angeworfen.

Montag, 5. Mai 2008

Podcast-Umfrage

Ein Post im Basic-Style:

Sachar (dessen Blog im IE mittlerweile wenigstens wieder halbwegs funktioniert) fragte mich gerade, ob ich auf die Umfrage seines Arbeitgebers zum Thema Podcasts hinweisen kann. Mach ich doch gerne. Hier gibt's die Infos. Was zu Gewinnen gibt's auch.

Freitag, 2. Mai 2008

Twitter: Schnaps ist Schnaps

Blog ist Blog und Twitter ist Twitter. Diese Erkenntnis habe ich gerade gemacht, als ich mir meinen Blog angeschaut habe. Denn die "Neues vom Tage"-Posts sind irgendwie nicht schön. Sie lenken die Aufmerksamkeit von den Beiträgen ab, für die man sich Arbeit gemacht hat - und außerdem kann ja jeder der will, meinen Twitter-Stream direkt bei Twitter folgen.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe das Feature abgestellt und alle entsprechenden Posts ausgeblendet. Mal kucken, ob ich die Twitter-News in die Seitenleiste einbaue...