Montag, 21. April 2008

Opel pusht mit toller Webseite neuen Insignia

Ja, ich gebe zu: Ich fahre Opel. Und ja, ich gebe zu: Ich habe eine besondere Affinität zu dieser Marke. Nicht nur, weil Papa uns seit frühester Jugend auf Blitz getrimmt hat. Nicht nur, weil mein Bruder dort seine Baseballkappe deponiert, wo bei Papa noch der Hut lag - auf der Hutablage.

Ich finde die Marke vor allem aus PR-Gesichtspunkten interessant. Denn es gibt wenige Marken, die ihr Image in den 80er/90er Jahren durch Qualitätsmängel derart ruiniert haben wie Opel. Ein spannender Kunde, der mich bisher allerdings nicht engagiert hat.

Wie dem auch sei, ich habe den Newsletter zum neuen Opel Insignia, dem Nachfolger des Vectra, abonniert. Über dessen Aussehen wird ja bereits seit langem spekuliert. Heute kam die News. Fotos und der Link zu einer, wie ich finde, tollen Webseite. Nicht Horst Schlämmer (wie bei Konkurrent VW), sondern ein ausgesprochen schöner redaktioneller Inhalt findet sich dort. Eine tolle Inszenierung des Autos, ein Interview mit einem Mitarbeiter, der Erlkönige tarnt und ein Video über einen Erlkönig-Fotografen (dessen Slapstick-Einlagen ich aber nicht so witzig finde).

Eine tolle Art, die Marke zu inszenieren. Das Thema Erlkönige finde ich perfekt, weil es zeigt/suggeriert, wie scharf alle Leute auf das Design des Autos sind. Außerdem interessiert der Erlkönig-Tarner sicherlich viele Auto-Fans.

Ich habe das Gefühl, dass die Tage, in denen ich mich für meine Opel-Affinität rechtfertigen muss, sich langsam dem Ende nähern. Ach ja, so sieht er übrigens aus:


Sonntag, 20. April 2008

Blogger wie Journalisten behandeln?

Viel wurde in den vergangenen Monaten darüber gesprochen, wie man Blogger Relations richtig macht. Viel wurde dazu geschrieben, dass Blogger keine Journalisten sind und man sie anders zu behandeln habe als die Berufsschreiberlinge. Doch seit heute Mittag stelle ich mir eine Frage: Kann es sein, dass man Blogger sehrwohl so behandeln kann wie Journalisten - dass wir PRler aber auch die Journalisten falsch behandeln?

Fakt ist, Journalisten haben meistens keinen Raum, um über die schlechte Arbeit von PR-Agenturen zu schreiben - es ist ja auch für die Leser wenig relevant. Aus diesem Grunde haben schlechte PRler bisher wenig schlechtes Feedback in Form von negativen Berichten bekommen. Gut für die Agentur, denn die Kunden merken häufig gar nicht, wie da gerade ihr guter Name ruiniert wird. In Blogs ist das anders. Wenn eine Agentur ohne Nachfrage Pressemitteilungen verschickt, behauptet es sei ein Einzelfall und sich dies dann als nicht korrekt herausstellt, merkt der Kunde das spätestens wenn er die Clippings bekommt. Das wiederum hat den Druck auf die Agenturen erhöht, gute Arbeit zu leisten.

Aber ganz gleich, ob solche Fehlleistungen erst jetzt den Weg an die Öffentlichkeit finden, ist es doch auch falsch, Journalisten wahrlos mit Pressemitteilungen zu beschießen. Und prinzipiell sollte man auch den Journalisten kennen und ihn nicht einfach so beschicken. Andererseits wird auch der Blogger das Beschicken mit Infos vermutlich nicht kritisieren, wenn es brisantes und/oder interessantes Material ist. Klar ist die Kontaktaufnahme im Vorfeld besser - aber wenn's eilig ist, würde sich doch niemand beschweren.

Genauso sehe ich prinzipiell keinen Unterschied bei der Form der Belieferung. Wichtig ist die Qualität des Materials. Eine gute Pressemitteilung ist auch für den Blogger interessant. Eine schlechte Social Media Release hingegen hilft weder Journalisten noch Bloggern.

Sicherlich, einen gewichtigen Unterschied gibt es: Bloggen ist meistens Teil des Privatlebens, Journalismus ist meistens Beruf. Das führt dazu, dass die einen über das schreiben, was sie persönlich beschäftigt - die anderen machen es ggf. "nur" des Geldes wegen. Aber: Beide freuen sich über die Unterstützung bei ihrer Arbeit - und sind genervt davon, belästigt zu werden.

So einfach ist das. Oder?

Neues vom Tage

Twitter-Updates von 12 bis 12:

13:08 Blog-Post: Neues vom Tage tinyurl.com/4r6xut #

15:08 Blog-Post: PR Report Awards: Die Bilanz tinyurl.com/5plbu4 #

16:26 Schluss jetzt mit Winter. Ich werde umgehend draußen ein Bier trinken! Ende der Durchsage. #

09:09 Der Frühling ist da und hat einen kleinen Kater mitgebracht. #

Alle Einträge findest Du hier. Automatisch veröffentlicht mit LoudTwitter.

Samstag, 19. April 2008

PR Report Awards: Die Bilanz

Am Donnerstag war ich bei den PR Report Awards und nachdem ich schon fleißig darüber getwittert habe, folgt hier die Gesamtbilanz. Ich muss sagen, dass ich im Vorfeld sehr gespannt war. Schließlich waren wir nominiert und ich zuvor noch nie bei einer Gala. Mein Fazit ist gemischt - nicht nur, weil wir nicht gewonnen haben.

Sehr schön war es im Interconti in Berlin. Feierlich geschmückt, alle toll angezogen und das Essen - ein Traum. Zu treffen schienen sich drei Typen von Menschen: Agenturen mit ihren Kunden, Agenturen mit ihren Mitarbeitern und Leute wie wir, die nominiert waren, aber eher in kleinem Kreis angereist sind. Eine Mischung aus Geschäfts-Socialising-Essen mit Kunden, Weihnachtsessen mit dem Team sowie einer Ansammlung von Leuten, denen es in erster Linie um den Award ging.

Ein bisschen schade war, dass wir zu spät gekommen sind - zumindest für den Sektempfang. Das Essen danach war aber ausgezeichnet. Alle drei Gänge perfekt. Selbst der Lachs, den ich normalerweise eher meide - super. Die Hauptspeise sowieso - leider bin ich kulinarisch nicht allzu bewandert, sodass ich nicht sagen kann, was das orangene Beilagen-Püree war. Das war aber so lecker, dass ich mich hätte reinlegen können. Schmeckte wie Kartoffel-Möhren-Püree, habe ich mir eingebildet. Perfekt.

Eher mittelmäßig fand ich dann allerdings die Verleihung selbst. Das liegt nicht nur an Gastgeberin Sonya Kraus, deren Witze - sagen wir mal - mäßig unterhaltsam sind. Wichtigster Grund war wohl die Dramaturgie der Veranstaltung. In der Kürze sollte anscheinend die Würze liegen: Der Sponsor jeder Kategorie durfte zwar zur Verleihung "seines Awards" auf die Bühne, aber nichts sagen. Und die Awardbegründung wurde zwar vorgelesen, das dazugehörige Projekt wurde aber nicht beschrieben. Folge: Die Preisverleihung wurde dadurch zwar kürzer, aber nicht kurz. Und da man nicht wusste, was im Rahmen des Gewinnerprojektes gemacht wurde, war sie sehr zäh.

Diese Zähigkeit und der nicht gewonnene Award sorgten dann auch dafür, dass wir nach dem anstrengenden Tag statt der Aftershow-Party lieber in "normalen" Klamotten in eine Bar gegangen sind. (Ja, ich bin ein schlechter Verlierer - auch, wenn ich das Verlieren als 1. FC Köln-Fan eigentlich gelernt haben müsste). Alles in allem aber eine interessante Veranstaltung. Und mittlerweile bin ich auch eher stolz, nominiert gewesen zu sein, als traurig, nicht gewonnen zu haben. Schließlich bin ich zwar genauso alt wie der PR-Student des Jahres (sorry, da habe ich beim Twittern etwas falsch verstanden), aber schon vier Jahre im Business - das ist ein typischer Spruch von jemandem, der nicht verlieren kann - oder? Und ich habe noch genügend Zeit, massenhaft PR Report Awards zu gewinnen.

Hier noch ein paar Punkte, an denen man arbeiten könnte:

1. Awards vorziehen. Ich hätte vor der Preisverleihung kein Galadinner veranstaltet. Im Prinzip bin ich mir nichtmal sicher, ob das Dinner überhaupt erforderlich gewesen wäre. Aber auf jeden Fall würde ich die Reihenfolge 1. Sektempfang 2. Verleihung 3. Galadinner/Party sehen.

2. Mehr Bewegtbild. Die Vorstellung der Nominierten und die Bekanntgabe der Gewinner hätte ich über Einspieler gelöst, wie bei den MTV Video Music Awards und anderen Preisen - das finde ich wesentlich anschaulicher und unterhaltsamer ohne zusätzlich Zeit zu kosten.

3. Einlesemöglichkeit: Zur Vorbereitung auf die Awards hätte ich alle nominierten Projekte im Web ausführlich beschrieben - für alle, die interessiert daran sind.

4. Ausstellung. Zusätzlich zur Einlesemöglichkeit im Internet hätte man im Foyer eine Ausstellung aller nominierten Projekte machen können - eine gute Ergänzung zum Sektempfang, wie ich finde.

Ach, ein Tipp noch an Besucher solcher Galas:

Ich habe den Eindruck, dass Twittern per Handy dort nicht als besonders höflich wahrgenommen wird:-))) Also offen kommunizieren, was man da macht - wenn man es macht...

Freitag, 18. April 2008

Neues vom Tage

Twitter-Updates von 12 bis 12:

13:19 Antenne Bayern nervt. It's a kind of magic. Wer will das hören? #

17:40 Blog-Post: Neues vom Tage tinyurl.com/4nvxt9 #

17:53 Angekommen. Super Wetter... #

19:31 Sitzen im Taxi, jetzt geht's los... #

20:28 Erster Gang war lecker. #

21:03 Es geht los. #

21:10 Doch nicht, jetzt kommt das Dessert! #

21:30 @ luebue Das mit dem Antworten klappt bei Twitterberry übrigens nicht so gut. #

21:46 Dessert war super. @ luebue hoffe, dem Kunden hat es auch geschmeckt. #

21:57 Moderation Sonya Kraus #

22:02 Die Gewinner. Consumer Marketing: Faktor 3 #

22:04 B28: Fink & Fuchs #

22:08 Healthcare: Erwähnung Gebährmutter Halskrebs. Award: Uniklinik Leipzig #

22:10 Technology: Hochegger #

22:13 Wandel: Bayer #

22:16 CSR: Fink & Fuchs #

22:19 Kapitalmarkt: Puma #

22:22 Public Affairs: Cross Relations #

22:25 Issues Management: Cognis #

22:27 Corporate Media: PRH #

22:31 Innovative PR-Strategie: Zucker. Kommunikation #

22:35 Langfristige PR-Strategie: Erwähnung: public News; Award: Henkel #

22:38 Internationale PR: Erwähnung: Ketchum; Award: Pleon #

22:42 Personen: Stockheim #

22:43 Nicht gewonnen... #

22:45 Vertriebsunterstützende PR: komm. Passion #

22:47 Events: Megacult #

22:56 Student/in des Jahres: Daniel Krolzik #

23:01 PR-Agentur des Jahres: Wilde&Partner #

23:03 PR-Team des Jahres: Daimler #

23:08 PR Professional des Jahres: Dr. Felix Gress, BASF #

23:27 Komisches Gefühl, dass der PR-Student des Jahres drei Jahre älter ist als ich... Verleihung zuende. Aftershow-Party. #

Alle Einträge findest Du hier. Automatisch veröffentlicht mit LoudTwitter.

Mittwoch, 16. April 2008

PR Report Awards 2008 bei Twitter

Wie gesagt, ab morgen früh gibt's per Twitter den aktuellen Stand meiner Reise nach Berlin zu den PR Report Awards 2008. Und selbstverständlich gibt's dort auch alle Preisträger sobald sie bekanntgegeben werden. Einfach hier klicken. 

Dienstag, 15. April 2008

Einlesen für die PR Report Awards

So, die PR Report Awards 2008 stehen also am Donnerstag an (Live-Twitter hier). Doch bevor ich mich unvorbereitet auf den Weg nach Berlin mache, habe ich mal ein wenig recherchiert. Wer sich also auch noch nicht auskennt, sollte nicht wegklicken.

Panne
Im vergangenen Jahr hat der PR Report die Pressemitteilung mit den Gewinnern einen Tag zu früh verschickt. Mal kucken, wie das in diesem Jahr klappt.

Web 2.0
Es gibt bei den Awards keine Web 2.0-Kategorie. Das finde ich (das mal vorab) gut, denn die Kategorien sollten nicht nach Kanälen, sondern nach Strategien und Ideen geordnet werden. Wenn der Daimler-Blog gegen andere Corporate Publishing-Projekte antritt, finde ich das z.B. super - schließlich stehen diese Projekte auch bei Budgetverteilungen vermutlich in Konkurrenz zueinander. Wie dem auch sei, die fehlende Kategorie scheint nicht an der mangelnden Web 2.0-Kompetenz des Verlags (Haymarket) begründet zu sein. Denn der stellt - vorbildlich - Bilder und Videos auf Sevenload ein, sodass man sie auch einbinden kann. Gut gemacht.

Blogs

Auch, wenn der PR Report Award gemeinsam mit dem Deutschen PR-Preis der wichtigste Preis der Branche ist, gibt es erstaunlich wenige Blog-Einträge zum Thema. Ein paar Einträge beim mediacoffee, natürlich drüben bei Edelman. Aber ansonsten habe ich das Gefühl, dass die Branche immernoch wenig mit Blogs am Hut hat. Schade.

Weitere Infos zum Award? Ich freue mich über jede Info in der Kommentaren oder per Mail.

Montag, 14. April 2008

PR Report Awards: Hinter den Kulissen

Gerade gesehen: Der PR Report gibt online Einblicke in die Vorbereitungen zum PR Report Award. So äußert sich z.B. Jury-Mitglied Dr. Antje Lüssenhop, Leiterin Kommunikation bei DB Logistics, zur Arbeit der Jury und der Qualität der Einreichungen:


Nicht vergessen: Alle Awards und News von der Party am Donnerstag live bei Twitter.

Neues vom Tage

Twitter-Updates von 12 bis 12:

18:40 Ganz schön gewagter Ausschnitt, Frau Merkel. Man mag kaum hinkucken. Aber Bild findet's schön. snurl.com/24amt #

20:08 Nicht verpassen: "Der perfekteste Tatort ist immer noch der Polizeiruf aus München." gefunden bei turi2, aus der FR: snurl.com/24avv #

22:30 Zattoo ist super. Endlich auch in München mit DVB-T wieder Doppelpass (DSF) und Zimmer frei (WDR). #

23:00 Zu früh gefreut: Zattoo ist das letzte. Immer, wenn man's braucht (zumindest jetzt) funktioniert's nicht. Nacht. #

08:14 Thierse über Beck und Bahnreform: "Es zu einer Chefsache zu machen, war vielleicht nicht das intelligenteste." Lob hört sich anders an. #

09:21 tz München:: Zecken-Alarm; Plagegeister jetzt schon aktiv; Noch gibt es genug Impfstoff. Ich wollte es nur sagen. #

10:35 ZDF bringt Interones "Suchmaschine für Meinungen" - auf welchen PR-Schmarrn Journalisten reinfallen. Unglaublich. tinyurl.com/5vg94v #

Alle Einträge findest Du hier. Automatisch veröffentlicht mit LoudTwitter.

Sonntag, 13. April 2008

PR Report Awards live bei Twitter

Nachdem ich mich nun schon mit Twitter angefreundet habe, gibt es nun hier alle News zu meinem Live-Getwittere von den PR Report Awards. Also: Ich bin am Donnerstag vor Ort und werde live von der Preisverleihung twittern. Sprich: Wer in Echtzeit wissen möchte, ob die eigenen Kollegen, Bekannten, Freunde und Verwandten was gewonnen haben, der sollte meine Twitter-Updates verfolgen.

Hier der geplante Ablauf der Veranstaltung (als Orientierung für Euch):
18.30 Uhr Empfang
19.30 Uhr Gala-Dinner
21.30 Uhr (ca.) Verleihung der PR Report Awards 2008
Danach: get-together und Aftershow-Party.

Twittern über Oscar Lafontaine

Unglaublich. Wie - glaube ich - alle, fand ich Twitter beim ersten Mal davon hören ziemlich seltsam. Jetzt bin ich seit einem Tag Mitglied und muss sagen, das hat was. In welchem anderen Medium liest man aus der Redaktion der Welt Kompakt soetwas: "Lafontaine hat uns erzählt, dass er Teile des Kommunistischen Manifests in das Parteiprogramm der Linken aufnehmen will. Lustig" - erschienen parallel zum Artikel auf welt.de.

Dass die Geschichte von Lafontaine eine reine PR-Geschichte ist, muss man wohl nicht sagen. An seiner Stelle hätte ich es aber anders gemacht: Er hätte sagen sollen, dass er Teile des Godesberger Programms der SPD in das Programm der Linken aufnehmen will. Damit hätte er mal wieder die SPD schocken können. Das kommunistische Manifest bringt seine Partei wieder in die "Linkspartei = SED"-Diskussion. Na ja, mich fragt ja keiner.

Castrol und Fußball gehören zusammen

Super-Aktion lauf bild.de: Karl-Heinz Riedle (kennt den noch jemand?) verlost als Testimonial für Castrol EM-Karten. Bester Satz: "Übrigens: Castrol und Fußball gehören einfach zusammen." Begründung: Fehlanzeige. Sehr überzeugend.

Samstag, 12. April 2008

Twitter und die PR Report Awards

Nachdem ja nun alle anfangen zu twittern, habe auch ich heute einen Account eingerichtet. Und ich weiß auch schon ein größeres Ereignis, an dem ich Euch teilhaben lassen werde.

Am Donnerstag finden in Berlin die PR Report Awards statt. Und wir sind nominiert, in der Kategorie "Personen in der Öffentlichkeit". Wir haben PR für Schwester Theodolinde gemacht. Die ist ihres Zeichens Generaloberin der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul und denen gehören die Adelholzener Alpenquellen - Nicht-Bayern hoffentlich bekannt durch das Sauerstoffwasser Active O2 und ihre Bioschorlen.

Jedenfalls habe ich mir fest vorgenommen, über die Tage bis zum Award und die Verleihung zu twittern und bloggen. Und falls wir gewinnen (vielleicht auch, wenn nicht), beschreibe ich auch noch das Projekt, mit dem wir nominiert sind...

Auch Probleme mit meinem Feed?

Mir wurde soeben berichtet, dass mein Feed in Bloglines nicht aktualisiert wird - bei mir im Google Reader funktioniert's aber. Ich habe einen Feedburner Feed. Gibt es da Kompatibilitätsprobleme mit Bloglines? Kennt sich jemand aus? Kann jemand helfen?

Freitag, 11. April 2008

Eon: Dialog mit der Welt

Vor einigen Monaten habe ich schon darüber geschrieben, dass "Die Welt" nun eine neue Sonderwerbeform namens "Welt Dialog" anbietet. Das Konzept: Als Unternehmen kaufe ich mir Fläche auf welt.de. Dort kann ich mit den Lesern diskutieren - und das Ergebnis fließt dann in die Printausgabe ein (so stand es seinerzeit in der W&V, ich bin kein Leser der Welt - kann es also nicht prüfen).

Seit einigen Wochen wird der Welt Dialog auch genutzt - und zwar von Eon. Inhalt u.a.: Ein CEO-Blog von Dr. Bernhard Reutersberger. Dem sieht man deutlich an, dass sich niemand von Welt und Eon wirklich mit Blogs auskennt. Denn der Blog besteht aus exakt einem Beitrag vom 27. März. Seitdem findet in den Kommentaren eine Frage&Antwort-Spiel statt. Also eher ein Forum als ein Blog.

Aber dass der Eon-CEO überhaupt mit sich sprechen lässt, verdient schon Respekt. Selbst wenn PRler beim Formulieren geholfen haben, kann man davon ausgehen, dass Herr Reutersberger keine Statements zulässt, die er nicht persönlich gesehen hat. Insofern eine wirkliche Chance in Dialog mit ihm zu treten. Bin mal gespannt, ob sich dort weitere Unternehmen einfinden.

Netzathleten: Produktwerbung mit Menschenrechten

Manchmal frage ich mich: Bin ich beruflich bedingt überempfindlich oder merken Medien einfach nicht, wenn sie auf billige PR-Nummern reinfallen?

Da tourt zum Beispiel Stefan Pfannmoeller durch die Medienlandschaft. Als Sportler (Kanufahrer), der sich bei Olympia für die Rechte der Menschen in China einsetzen will: Sports for Human Rights heißt seine Initiative. Sportler sollen ein Armband tragen, um ihre Haltung zu den Menschenrechten zu demonstrieren, Heute war Pfannmöller damit im heute-journal, ein Check bei google-News zeigt, dass das Thema dankbar angenommen wurde.

Was nicht erwähnt wird: Das Bändchen hat die gleichen Farben wie das Social Network netzathleten, bei dem Pfannmöller im Impressum unter Team steht. Und sobald er om TV zu sehen ist, trägt er ein netzathleten-Shirt.

Ich will ja nicht kleinkarriert werden, aber würde man Pfannmöller genauso unkritisch begegnen, wenn er bei RWE arbeiten würde und das Band in deren CI gehalten wäre? Ich glaube nicht. Ich finde, Pfannmöller macht mit einem ernsten Thema Produktwerbung. Und das ist verachtenswert. Ich verstehe nicht, wieso die Medien Pfannmöller gegenüber so unkritisch sind. Vielleicht, weil sie das Internet nicht verstehen - und nicht wissen, was die netzathleten sind.

Nachtrag: Stefan hat sich per E-Mail gemeldet. Er legt Wert darauf, dass die Erlöse des Bändchens an amnesty international gehen, dass die Farben (auch) die Farben des Fair Play-Logos sind, dass die Idee auf netzathleten.de entstanden sei, der netzathleten e.V. die Aktion durchführe und dass nicht er, sondern die Sendern wollen, dass er das netzathleten-Shirt anzieht. Außerdem sei die Aktion nicht schlecht für die netzathleten - aber auch für niemand anderen. Als Link für Hintergrundinfos legt er mir noch einen Artikel der SZ ans Herz.

Ich finde es super, dass Stefan sich mit kritischen Stimmen auseinandersetzt. Und ich finde auch, dass ein Social Network der optimale Ort ist, um eine Aktion wie diese zu starten. Aber: Es wird m.E. nicht klar, ob wirklich vorrangig um die Menschrechte oder um die Bekanntheit der netzathleten geht. Der offene Umgang mit Kritik lässt mich zwar wieder an den guten Zweck glauben. Aber ohne das T-Shirt und mit anderer Bändchenfarbe wäre mir wohler.

Donnerstag, 3. April 2008

Schmidt & Pocher fallen auf Aprilscherz rein

Nicht zu fassen. Ausgerechnet Schmidt & Pocher fallen auf den zugegebenermaßen gelungenen Aprilscherz von dwdl rein, dass Walther Freiwald bald den ZDF Fernsehgarten moderiert. Sie haben's gerade als "News" gebracht. Mir fehlen die Worte.