Sonntag, 27. Januar 2008

Xerox für Spießer Alfons

Ein Fall für Spießer Alfons ist das relativ neue Logo des "weltweiten Spitzenreiters im Bereich der Dokumentenverwaltung mit dem umfangreichsten Angebot an Ausrüstung, Beratungsleistungen und Lösungen der Branche" - kurz: Xerox. Deren neues Logo - bzw. das stilisierte X - weist eine gewissen Ähnlichkeit auf zum Logo einer "Instanz in Sachen mobiler Kommunikation und mobile Computing im deutschsprachigen Internet" - kurz: Xonio. Da war wohl mal wieder ein Pagiartdirector am Werk, was?

Hier die corpi delictem (stimmt dieser Plural? Ich habe Latein frühzeitig abgewählt - zum Glück) corpora delicti:
Ach, noch was: Was sind eigentlich "Ausrüstung, Beratungsleistungen und Lösungen der Branche"?

Samstag, 26. Januar 2008

Dauerwerbeblog nicht von Dauer?

Hat es sich beim Dauerwerbeblog eigentlich schon wieder ausgebloggt? Seit 9 Tagen gibt es keine neuen Einträge mehr (bis auf zwei krypische Twitter-Updates). Neun Tage ohne Update sind ja nichts schlimmes, könnte man meinen. Aber wenn es das Blog davor erst vier Tage gab, dann ist das zumindest seltsam. Zumal die Dauerwerber ja zum Start in diversen Medien (sogar in der Print-Ausgabe des Horizont) aufgenommen wurde. Viele von denen, die aufgrund dieser Beiträge die Entwicklung verfolgen wollten, sind sicherlich schon wieder abgesprungen.

Dabei hatte ich gehofft, dass die vielleicht genau das bieten, was auch für Trigami sinnvoll wäre. Nämlich Qualität.

Na ja, in meinem Reader bleiben sie drin. Vielleicht kommt ja doch noch was...

Freitag, 25. Januar 2008

Trigami: Wie es funktieren könnte

Im Kommentarbereich der Blogbar zeigt Strappato einen Zielkonflikt von Trigami auf, der mich schon seit langem beschäftigt:

"[...] Als Dienstleister einen Kunden glücklich machen oder als “Journalist” im Zweifel der Wahrheit zu dienen.[...]"

Der gängigen Meinung nach handelt Trigami nämlich betriebswirtschaftlich clever, wenn sie versuchen, die Blogger mittels Ranking durch Auftraggeber unter Druck zu setzen. Ich bin da gänzlich anderer Meinung. Zumindest, wenn Trigami langfristig nicht mehr nur obskuren Wald- und Wiesenunternehmen eine billige Plattform bieten, sondern namhaften Kunden substantiell helfen (und daran gut verdienen) will.

Warum? Nun, Trigami hat seriösen Unternehmen durchaus etwas interessantes anzubieten: Eine Menge Blogs, die mal grundsätzlich bereit sind, Produkte und Dienstleistungen zu testen und zu im Blog bewerten. Das ist ähnlich reizvoll für PR-Treibende wie trnd. Es spart nämlich die Ressourcen des selbst Blogs (bei trnd: Meinungsführer) ausfindig machen und vom rezensieren überzeugen. Und Trigami hat einen Vorteil gegenüber trnd. Man kriegt nämlich für einen bestimmten Betrag sicher einen Eintrag. Ob der positiv oder negativ hängt von meinem Produkt ab. Aber wenn ich von dem nicht überzeugt bin, sollte ich ohnehin keine PR dafür zu machen.

Nun betrachten wir Trigami mal aus der Sicht des PR-Treibenden. Der will von PR "gute Presse". Er wünscht sich eine gute Note bei Stiftung Warentest oder Öko-Test. Oder einen tollen Beitrag in Fit for Fun - oder welches Medium auch immer seine Zielgruppe liest. Wichtig dabei: Der Leser soll dem Medium vertrauen - sonst hilft einem das gute Testurteil ja nicht. Das ist bei klassischen Medien übrigens die ökonomische Begründung, die Pressefreiheit zu achten.

Davon, dass die Leser ihm vertrauen, ist Trigami meilenweit entfernt. Bestenfalls akzeptiert der Leser die Trigami-Posts nach dem Motto "Na ja, irgendwovon muss Blogger XY ja leben". Ansonsten haben diese Posts die Glaubwürdigkeit eines Anzeigenblättchens.

Wenn Trigami mittelfristig mehr als Wald- und Wiesenkunden betreuen wollen, müssen die sich einen guten Ruf in der Blogosphäre erarbeiten. Sie müssten ernst genommen werden wollen - und zwar zunächst einmal von Bloggern. Denn an die will der PR-Treibende ja ran, wenn er Trigami engagiert. Das würde konkret heißen: Leser, nicht Werbekunden, können die Einträge bewerten. Und diese Bewertung beeinflusst den Geldbetrag, den der Blogger pro Blogpost erhält. Bei Recherchen gibt man den Bloggern Hilfestellung - z.B. in Form des Forums, das Robert Basic vorschlägt. Und im besten Fall bekommen die Blogger auch einen Ansprechpartner beim auftraggebenden Unternehmen, dem sie Fragen stellen können - um Falschinformationen zu vermeiden.

Ich denke, dass Trigami so funktionieren könnte. Ich glaube sogar, dass in diesem Fall höhere Honorare drin wären. Denn je glaubwürdiger der positive Eintrag, desto höher sein Preis. Im Moment habe ich aber den Eindruck, dass Trigami nicht gerade professionell geführt wird - oder dass den Machern das Schmuddelkinddasein gefällt. Beides wäre schade. Aber es bietet die Chance für einen Konkurrenten, der es besser macht.

Sonntag, 20. Januar 2008

Koch vs. Ypsilanti

Sehe gerade das TV-Duell im HR-Fernsehen zwischen Andrea Ypsilanti und Roland Koch. Und so schlimm die Kampagnen von Koch sind, so muss man doch sagen: Der spielt rhetorisch einfach in einer ganz anderen Liga als Frau Ypsilanti. Frau Ypsilanti verspricht sich nicht nur häufig, sie kriegt auch keinen Satz raus ohne in der Mitte zu atmen. Wie eine entrüstete Mutter, die bei einer Bürgerversammlung eine Frage stellt. Man könnte fast denken, sie ist so unsicher, weil das Ziel Wahlsieg so unerwartet nah gekommen ist.

Aber vielleicht macht sie ja gerade die Unsicherheit für den Wähler sympathisch. Sie ist ein echter Gegenentwurf zum weltgewandten aber unsympatischen Roland Koch, dem man alles zutraut - wenn es nur seinem persönlichen Erfolg dient.

Dauerwerbeblog ausreichend gekennzeichnet?

Was mich interessiert: Ich finde den Dauerwerbeblog ja besser als ich beim ersten davon Lesen gedacht habe. Aber reicht die Kennzeichnung im Titel "99 % Werbung, 1 % Eigenwerbung" wirklich aus? Ich denke dabei doch eher an sowas wie den Werbeblogger . Insbesondere der google Traffic, der ja ein Ziel des Ganzen ist, kapiert die Kennzeichnung sicher nicht. Und Ziel der Kennzeichnung ist ja nicht die Kennzeichnung selbst, sondern dass jeder Leser diese versteht.

Ich würde also denken, dass über jeden Beitrag ein einzelner Hinweis gehört. Zumal ich im Moment gar nicht kapiere, was Eigenwerbung und was Werbung ist. Hat der Fahrradhändler oder der Lap-Top-Hersteller was bezahlt? Oder war das eine Dankbarkeitsakt der Dauerwerbeblogger - einfach so?

Na ja, nichts für ungut. Bin gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickelt. Kriegt man für geschenkte Links eigentlich auch einen Eintrag? Wenn ja, dann hier!

Donnerstag, 17. Januar 2008

Juli: Schleichwerbe-Hochsommer

Kurz kommentiert: So sieht es übrigens aus, wenn einem ein PRler sagt, er sei eine "Kooperation" eingegangen. Oder glaubt Ihr allen Ernstes, Juli würden sich ohne Kohle mit Becks-Flaschen auf das Plattencover setzen?
Aber, na ja: Schleichwerbung auf Plattencovern ist ja noch nicht verboten, oder?

Sonntag, 13. Januar 2008

derwesten: Borchert kommuniziert vorbildlich

Ich muss gestehen, dass ich mich bisher nicht sonderlich mit derwesten.de auseinandergesetzt habe. Zwar komme ich aus NRW, aber der Lokalteil meiner Heimat ist bei den Konkurrenten von westline - ein Nachrichtenangebot, das zu lesen wirklich überhaupt keinen Spaß macht.

Gestern habe ich jedenfalls bei Turi2 ein Interview mit Katharina Borchert, der Chefin von derwesten.de, gelesen. Sie war zumindest mit der Besucherzahl gar nicht zufrieden. Also habe ich mir mal die News aus Siegen angeschaut, wo ich studiert habe. Und ich muss sagen: Die News sind nicht besser als bei anderen Lokalredaktionen - wie auch, sie kommen ja aus derselben. Aber die Möglichkeiten: Videos kann man nicht nur sehen, sondern auch downloaden. Man kann ohne Registrierung kommentieren und Trackbacks setzen. Also eigentlich gar nicht so schlecht für ein Nachrichtenportal.

Wie dem auch sei: Viel interessanter als dieser Text hier ist, was sich beim Pottblog abgespielt hat. Jens Matheuszik hat versucht, Gründe für die Besuchersituation aufzuzeigen. Bemerkenswert ist der Kommentarteil unter diesem Artikel: Zunächst äußert sich - Chapeau - Katharina Borchert. Und dann kommt irgendwann ein anonymer User namens querschuss ins Spiel, der es in seiner Reihe von Kommentaren vor allem darauf abgesehen hat, Borchert persönlich zu diskreditieren. (Ich tippe mal auf einen aktuellen oder ehemaligen Mitarbeiter.) Doch Borchert antwortet sachlich und geduldig.

Interessant zu sehen, mit was man sich bei offener Kommunikation alles rumzuschlagen hat. Aber: Jeder, der die Diskussion verfolgt, sieht, wie schlecht die Argumente von querschuss sind. Wenn man davon ausgeht, dass querschuss auch im "wahren Leben" gegen Borchert Stimmung gemacht hätte, ist die Diskussion im Blog wesentlich besser. Querschuss und kein anderer frustrierter Mitarbeiter kann mehr sagen, "die da oben" interessierten sich nicht für sie.

So kommuniziert man in Blogs.

Großer Wehrmutstropfen: Dass Borchert sich - in welchem Kontext auch immer - vor dem Start von derwesten.de als Trümmerfrau der WAZ-Internetbemühungen bezeichnet hat, ist ein absolutes No-Go. Das kann man einfach nicht machen - gegenüber all den Mitarbeitern, die das Portal vorher betreut haben. Eine Entschuldigung wäre mehr als sinnvoll.

Samstag, 12. Januar 2008

DJV-Diskurs: Gedanken eines PRlers

Die Diskussion des DJV zum Online-Journalismus wurde reichlich besprochen (Überblick hier). Ich möchte ein paar ungeordnete Denkanstöße zum Thema aus PRler-Sicht geben.

Auch mich nervt, dass die Nachrichtenangebote klassischer Medien im Web so schlecht sind, dass sich die User ihnen nicht zuwenden. Denn auch für uns macht es die Arbeit schwieriger, wenn man in einer fragmentierten Medienlandschaft zu tun hat. Wo soll man die Themen, zu denen man PR macht, diskutieren? Wer bezahlt uns, wenn wir in immer mehr immer reichweitenschwächeren Medien mit immer größere Zeitaufwand immer weniger Leute erreichen? Wenn sich niemand mehr für die Presse interessiert, braucht auch niemand mehr Pressearbeit. Das wird uns nicht den Beruf kosten, denn es wird weiterhin beeiflusst werden müssen - aber eher Meinungsbildner als Journalisten. Für mich als leidenschaftlicher PRESSEarbeiter ist das schade.

Einfacher für uns PRler wird die Krisen-PR. Denn im Printmedien ist gedruckt, was gedruckt ist. Online hingegen kann man durchaus Veränderungen herbeiführen, falls es sachliche Fehler gibt. Und im Diskussionsbereich unten drunter sieht man - mit kleineren Einstiegsbarrieren als beim Leserbrief in Print - was die Leser denken. Und man kann selbst mitdiskutieren.

Allerdings will ich auch nicht verschweigen, dass es online kaum noch Redaktionen gibt. Gerade in Bereichen wie Lifestyle wird nur noch bezahltes Material veröffentlicht. Wen wundert es da, dass sich die Leser von den Online-Angeboten klassischer Medien abwenden? Und wer glaubt, dass die werbedurchdrängten Online-Angebote keine Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit der Printproukte und die Preisbereitschaft gegenüber ebendiesem haben? Wenn ich die Leser online an der Nase herumführe, kann ich nicht verlangen, dass sie mir im Print glauben.

Und eine gewagtere These: Ich hoffe, dass durch Online die öffentliche Meinungsbildung demokratisiert wird. Es setzt sich langfristig - hoffentlich - der durch, der die meiste Ahnung vom Thema hat. Und nicht der, der unter der richtigen "Marke" schreibt. Gut vorstellbar, dass das Topmedium für Computer irgendwann ein Blog eines Informatikstudenten wird - und nicht Chip oder Computerbild. Käuflichkeit wird so hoffentlich auf Dauer verringert, weil es direkt an der nächsten Ecke aufgedeckt werden kann. Und weil die Leser dann zum Nächsten wandern.

Wie gesagt: Alles ungeordnete Gedanken ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Und jetzt kommst Du!

Dienstag, 8. Januar 2008

Opel: Verpasster PR-Coup?

Das PR-Problem der Deutschen Automobilbauer in Sachen Klima habe ich ja bereits vor einiger Zeit thematisiert. Erst verschlafen sie den Hybrid und dann werben sie mit angeblicher Verantwortung.
Doch nun wundert mich eines. Der Autobauer General Motors baut in den USA durchaus Hybrid-Autos. Und zwar (wenn mein Auge mich nicht täuscht) genau in die Autos, die in Deutschland - mit leicht verändertem Design - als Opel Vectra und Opel Antara verkauft werden. Wieso also gibt es diese Autos nicht bei uns? Das würde der Marke Opel durchaus einen Schub nach vorne geben: Der erste deutsche Hersteller mit Hybrid. Frau Künast würde es freuen.
Aber vielleicht ist den GMs einfach der "Heimatmarkt USA" wichtiger. Schließlich lief es dort in letzter Zeit alles andere als rund.

Montag, 7. Januar 2008

Turi wirbt und verkauft

Ganz schön plump geklaut, dachte ich als ich heute die W&V Morgenpost bekommen habe. Erst dann habe ich gesehen, dass ich nicht eine Kopie vom heute2 des Peter Turi erhalten habe, sondern das Original. Denn die Turis stehen nun wohl bei den Werbern & Verkäufern unter Vertrag. Das haben Peter (ich Dutz dich mal unbekannter Weise) und sein Team sich redlich verdient, denn ich kenne in der ganzen Werbe-/Medien-Welt keinen besseren Newsletter als den von turi2.

VW: Schleichwerbung in zweifelhaftem Umfeld?

Ich hoffe mal, dass VW für Schleichwerbung in solch einem Umfeld nichts bezahlt. Aber welch anderen Grund sollte sonst diese Bildunterzeile haben:

Samstag, 5. Januar 2008

Und täglich grüßt sueddeutsche.de

Die SZ bettelt mal wieder um Links aus der Blogosphäre. Deshalb wird zum wiederholten Male das Internet zum Ursprung allen Bösen gemacht. Unter der Überschrift "Fakebook" schimpft Journalistenurgestein Hans Leyendecker über die "neue Sünde des Journalismus", das Recherchieren im Internet. Am Ende des Artikels kommt er dann zum tatsächlich kritikwürdigen Punkt: Das Problem ist nicht, dass im Internet recherchiert wird, sondern dass nicht gegengecheckt wird. Und das, so gibt selbst Leyendecker zu, ist kein neues Problem und schon gar keines des Internets.

Übrigens hätte Leyendecker selbst mal lieber im Internet recherchieren sollen. Dann hätte er festgestellt, dass es die von ihm erwähnten "gegnerischen Blogs" gar nicht gibt - zumindest kenne ich die nicht. Wenn, lieber Hans Leyendecker, dann sind wir alle gegen Euch von der Süddeutschen.

Quo vadis, Produkt-PR?

Wir haben es nicht einfach! Wer? Na, wir PRler. Denn im Moment scheinen uns zumindest im Bereich Marken-/Produkt-PR an gleich mehreren Seiten die Felle davon zu schwimmen.

Aber mal zurück zum Anfang. Felle schwimmen davon? Reden im Moment nicht alle davon, welch große Chancen sich uns in Weblogs, Social Networks und durch CSR bieten? Meine Antwort: Jein.

Denn zunächst einmal gehen uns so einige Dinge flöten. Noch vor ein paar Jahren konnten wir Materndienste verschicken. Wir stellten unsere Produkte den Redakteuren der Publikumspresse vor - und wenn es gute Produkte waren, wurden sie auch aufgegriffen. Dann haben wir die Produkte über Gewinnspiele in einige Medien gebracht und schon hatten wir eigentlich alles abgedeckt, was man so abdecken musste. Zu allem Überfluss war man nicht selten als einziges Unternehmen in seinem Bereich überhaupt PR-Treibender - der First Mover-Vorteil brachte im Wettbewerbsumfeld bessere Medienabdeckung. Nicht ganz zu unrecht wurde PR von vielen Marketingleuten als Werbung - nur günstiger - verstanden. Immer vorrausgesetzt natürlich das Produkt war ein gutes sowie neues Produkt und die Agentur beherrschte ihr Handwerk.

Heute werden die klassischen Medien vom markenrelevanten Publikum immer weniger gelesen. Und eine Mischung aus Verlagskrisen und PR-Begeistertheit der Kunden führte dazu, dass aus redaktionellen Kooperationen (weil die Redaktion die Idee gut fand) "Sonderwerbeformen" (weil der Kunde dafür zahlt) wurden. Wenn Mediaagenturen mit dem Geld winken, wird PR mit Inhalten immer schwieriger. Die Tendenz zur integrierten Kommunikation führt zudem dazu, dass dem Kunden das schlichte "platzieren" der Produkte nicht mehr "ausreicht" - wenn schon, dann soll es auch auf die Kampagne sein, die in anderen Kanälen gefahren wird. Und das soll natürlich weiterhin möglichst "kostenlos" sein?

Was also tun? Ich glaube, wir brauchen zweierlei Dinge. Das erste ist Aufrichtigkeit. Wir müssen offen zu unseren Kunden sein. Wir müssen Marketingschaffenden das Dilemma der PR alten Schlages deutlich machen. Wir müssen außerdem eingestehen, dass die Integration von PR in Kampagnen dort aufhört, wo die Freiheit des Journalisten anfängt. Auch gegenüber dem Kunden zu erwähnen ist, dass fragmentierte Medienlandschaften hundertprozentige Abdeckungen der Zielgruppe schwieriger und teuerer machen.

Das zweite ist, sich noch einmal das Ziel von Produkt-/Marken-PR benennen. Wir möchten das Produkt in relevanten Zielgruppen bekannt machen, aber wir möchten auch positive Erwähnungen unserer Marke durch Meinungsbilder hervorrufen. Da sollte man sich auch nochmal neu fragen, was in diesem Zusammenhang wichtig ist: Wenn der Hobbysportler seine Trends nicht aus der Fit for Fun, sondern von seinem Fitnesstrainer bezieht, muss ich dann die Fit for Fun oder den Trainer erreichen? Gerade letzteres wird durch die Möglichkeiten des Internet (Social Networks, Blogs, WoM) wesentlich vereinfacht.

Es liegen große Aufgaben vor uns - aber wir haben auch eine Menge Chancen. Wenn wir die Kraft aufbringen, unsere Kunden aufrichtig und zielführend zu beraten.

Dienstag, 1. Januar 2008

Was wollt Ihr denn? Ma-O-Am!

Am Beginn eines neuen Jahres fängt man gerne mal an zu sinnieren. So auch ich - über dieses Blog. Es macht mir schon Spaß zu schreiben. Ich hoffe auch, dass ich mich halbwegs verständlich ausdrücke - wobei das bei den letzten Beiträgen nicht immer zu garantieren war. Ich habe die auf dem Handy getippt. Das macht das Schreiben nicht gerade einfacher. Aber egal.

Worüber ich sinniere, ist die Frage, was die Leser sich inhaltlich in diesem Blog wünschen. Ganz am Anfang dieses Blogs habe ich noch viel aus der Blogosphäre wiedergekäut. Danach habe ich auch mal ein bisschen mehr über die PR geschrieben. Im Moment findet sich ja hier bunt gemischt alles, was mir so begegnet. Das ist zwar nicht gerade focussiert, aber es fällt mir am leichtesten.

Würde mich mal interessieren, was Ihr Euch vorstellt. Wollt Ihr wieder mehr über PR lesen? Oder meine Meinung zu den Themen, die überall besprochen werden? Oder findet Ihr die losen Beobachtungen besser?

Ach so: Frohes Neues!