Sind Blogger Jammerlappen?
Ich hatte in den letzten zwei Tagen zwei interessante Gedankenanstöße. Der eine kam heute vom Werbeblogger. Der veröffentlichte einen Kommentar einer Leserin, die sich über die abnehmender Qualität von Kommentaren in Blogs beklagt hat. An den zweiten Anstoß fühlte ich mich dadurch gleich erinnert. Der kommt nämlich aus einem Gespräch von vorgestern. Als ich mit einem Blogger drüber sprach, dass hier in der Blogosphäre immer alles viel zu negativ gesehen wird. Überall - inklusive hier - wird gerne alles mögliche runtergemacht. Positives dagegen wird nur selten vermittelt.
Interessant ist das vor allem deshalb, weil wir Menschen ja angeblich, einer alten Weisheit nach, über die Fähigkeit verfügen, alles schlechte auszublenden. Sonst könnten wir gar nicht überleben, heißt es. In der Blogosphäre scheint genau das Gegenteil zu passieren. Und in den Medien auch. Und, wenn ich an meine Zeit als Songwriter zurückdenke, beim Texte für Musik schreiben auch. Alles ist so schlimm, alles ist scheiße - das sind die Themen, die man schriftlich verarbeitet. Und zumindest in der Blogosphäre finden Verrisse - meiner Erfahrung nach - auch wesentlich mehr Beachtung (in Form von Verlinkungen) als es Lobeshymnen tun. Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber es nervt mich gewaltig.
Ich habe deshalb beschlossen, mit diesem Mist Schluss zu machen. Wenn ich in einem Blog blöde Kommentare oder Spamkommentare sehe, scroll ich einfach darüber hinweg. Wenn irgendwer irgendeinen Schmarrn schreibt, verlasse ich mich darauf, dass der Don oder Ugugu schon drüber schreiben werden. Hier will ich in Zukunft zeigen, was für tolle Sachen passieren. Das ist besser für meinen Blutdruck und für Euro Laune. Falls in den nächsten Wochen also wieder keine Beiträge kommen, liegt es daran, dass die Welt doch scheiße ist :-)
In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!
