Sonntag, 24. August 2008

Wie Handwerker Social Media nutzen können

Vor einiger Zeit habe ich das Buch "Unsere Kommunikation der Zukunft" gelesen. Wobei, ich habe es nur zum Teil gelesen. Irgendwann habe ich es kopfschüttelnd zur Seite gelegt. Denn so interessant die Informationen über das Bloggingverhalten von Microsoft und Sun waren, so weltfremd fand ich die Empfehlung, dass auch kleine Handwerker bloggen sollten, um auf sich aufmerksam zu machen - vor allem, weil alles was dagegen spricht, konsequent ausgeblendet wurde.

Klar kann ich mich über ein Blog auch lokal bekannt machen. Aber wenn ich Abends nach 10 Stunden auf dem Bau oder in der Werkstatt noch 2 Stunden Buchhaltung gemacht habe, habe ich dann anschließend noch die Muße und den Kopf frei, um zu bloggen? Und wenn ich in der Lage bin, dass ich den Bau auch mal aus der Hand geben kann und mich über den Tag auch mal dem Bloggen widmen könnte, gäbe es dann nicht effizientere Wege, diese Zeit zu nutzen, um neue Aufträge an Land zu ziehen, als den Umweg über das Internet? Blogging ist für solche Unternehmen nur dann eine gute Möglichkeit, ihr Business voranzutreiben, wenn der Bloggende ohnehin Spaß am und Talent zum Schreiben hat. Wer aus Marketinggründen damit beginnt, könnte die Zeit anderweitig in den meisten Fällen meines Erachtens gewinnbringender einsetzen.

Wie dem auch sei, heute habe ich bei Ed Wohlfahrt eine interessante Anwendung von Social Media für Handwerker, die was zu zeigen haben, gesehen: die Flickr-Galerie eines Schwimmbad-Bauers. Denn Fotos machen ohnehin viele Handwerker von ihren Baustellen. Das Hochladen kann man auch noch neben dem wohlverdienten Fernsehabend machen. Und Bilder sagen ja bekanntlich gerade bei Gebautem mehr als tausend Worte.

Gute Idee! Nur, dass man von der Unternehmenswebseite nicht zur Galerie gelangt, finde ich irgendwie seltsam.

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