Sueddeutsche.de schreibt Spiegel-Schmarrn ab
Schön, dass jetzt auch schon die Leitmedien ihre schlecht recherchierten Artikel voneinander abschreiben. So hat nämlich sueddeutsche.de mal schnell den Artikel von Spiegel Online zum Getwittere von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil abgeschrieben - letzterer wurde bei Thomas Knüwer bereits ausführlich und treffend analysiert.
Es wird darin darüber gelästert, dass die SPD auf der eigenen Webseite Twitter erklärt - und das übrigens besser als Spiegel Online, die ein entscheidendes Element verschweigen, nämlich dass nur 140 Zeichen verwendet werden dürfen. Und sie meckern darüber, dass Heil "nichts zu melden" hätte und deshalb einfach beschreibt, was er gerade sieht. Schuldigung, aber ist das nicht gerade die Hauptnutzung von Twitter? Aufzuschreiben, was man gerade macht (und damit auch, was man gerade sieht)? Nicht umsonst steht über dem Eingabefenster die Frage: "What are you doing?" - Was machst Du gerade?
Stellt sich wieder einmal die Frage, wer sich hier lächerlich macht. Denn das Süddeutsche Herumgeschreibsel ist nicht relevanter als das angebliche "herumtwittern" von Hubertus Heil. Aber Gott sei Dank bietet sueddeutsche.de wenigstens an anderen Stellen echten Qualitätsjournalismus.
