Koch vs. Ypsilanti
Sehe gerade das TV-Duell im HR-Fernsehen zwischen Andrea Ypsilanti und Roland Koch. Und so schlimm die Kampagnen von Koch sind, so muss man doch sagen: Der spielt rhetorisch einfach in einer ganz anderen Liga als Frau Ypsilanti. Frau Ypsilanti verspricht sich nicht nur häufig, sie kriegt auch keinen Satz raus ohne in der Mitte zu atmen. Wie eine entrüstete Mutter, die bei einer Bürgerversammlung eine Frage stellt. Man könnte fast denken, sie ist so unsicher, weil das Ziel Wahlsieg so unerwartet nah gekommen ist.
Aber vielleicht macht sie ja gerade die Unsicherheit für den Wähler sympathisch. Sie ist ein echter Gegenentwurf zum weltgewandten aber unsympatischen Roland Koch, dem man alles zutraut - wenn es nur seinem persönlichen Erfolg dient.
