Donnerstag, 28. Juni 2007

Jörges über Loser Generated Content

Richtigstellung: s. hier.

Schon wieder so einer: Hans-Ulrich Jörges, bald "Chefredakteur für Sonderaufgaben" bei Gruner und Jahr und ansonsten beim Stern beschäftigt, hat sich über Blogger ausgelassen. “Die guten Redaktionen sollten ihre Siele geschlossen halten, damit der ganze Dreck von unten nicht durch ihre Scheißhäuser nach oben kommt.” und was Blogger machen sei "Loser generated content". Stern? Dann doch lieber den hier.

via Medienblogger, Sprechblase und Medienrauschen.

Startseite? Kenn' ich nicht!

Ich glaube an das Gute im Menschen. Deshalb regte sich auch direkt Unmut in mir, als Thomas Knüwer Michael Glos für mangelnde Computer-/Internetkenntnisse gegeißelt hat. Ich dachte, wenn ein Politiker sagt, er habe Leute, die für ihn das "Internet bedienen", sei es nur ein sprachlicher Missgriff - und kein Ausdruck von tatsächlicher Inkompetenz.
Das war bis heute morgen. Denn heute morgen habe ich ARD Morgenmagazin geschaut und da haben die "ARD Kinderreporter" Politiker zum Thema "Internet und eigene Homepage" befragt*. Das Ergebnis ist verheerend. Für Guido Westerwelle ist der Computer ein ganz einfaches Werkzeug, so wie ein Hammer und Nagel. Aber kann Guido Westerwelle mit Hammer und Nagel umgehen? Und die Krönung ist Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. Ob er einen Computer habe? "Ja, leider." Und war er schonmal im Internet? "Ja, ein oder zwei mal." Und welche Startseite hat er sich ausgesucht? Er wisse gar nicht, was das sei. Dann soll er doch mal ein paar Browser nennen. "Ich weiß, dass es ein Programm gibt, womit man mit einzelnen Fundwörter irgendetwas finden kann." Hat er denn eine eigene Homepage? "Genau. Ich habe eine eigene Homepage. Ich kann sie aber überhaupt nicht bedienen." Zitat Kinder: "Wenn er das nicht weiß, können wir die anderen Fragen ja auch direkt schmeißen". (Nachtrag: Es heißt: "Wenn er kaum an den Computer geht... Die anderen Fragen sind dann doch eigentlich geschmissen.").

*Eigentlich wollte ich später auf das Video verlinken, aber das wird wohl nicht online gestellt. Zumindest ist das letzte im Internet verfügbare Video in der Rubrik "Alle Videos zum Thema Die ARD-Kinderreporter" im Video-Archiv des ARD-Morgenmagazins vom 6.9.2005.

Ach, und hier hab ich's. Das Video:


Link: sevenload.com

Mittwoch, 27. Juni 2007

Klimaschwindel II.

Es ist 22.15 und gerade wird bei Phoenix über den Klimaschwindel diskutiert. Bin gespannt, ob es diesmal sachlicher zugeht.

Verwandte Artikel:
- Der "Klima-Schwindel" - Lehren und Fragen
- Live Earth: Ein guter Tag
- Live Earth: Nur ein Werbegag
- Live Earth: Schlechtes Klima bei N24
- Live Earth: Hirn einschalten!

Ja, PR-Leute sind wichtig!

Stefan Niggemeier erklärt in seinem Blog, wie es zu dem Interview kam, das bereits Thomas Knüwer thematisiert hat. Und außerdem erklärt er - ohne es explizit zu erwähnen -, wieso es entgegen der Behauptung zahlreicher TV-Journalisten nötig ist, dass bei TV-Interviews die PR-Leute dabei sind und sich einmischen: Weil es vielen TV-Leuten (übrigens ähnlich wie Presse-Fotografen) total egal ist, ob sich der Interviewte/Gefilmte/Fotografierte gerade völlig zum Horst macht - was Herr Niggemeier meinem Geschmack nach auf keinem Fall gemacht hat. Ich fand, er hat gute inhalte gut formuliert. Und selbst Knüwer sagt ja, Niggemeier habe den Dampf rausnehmen wollen.

Dienstag, 26. Juni 2007

Blogger und Journalisten sind Menschen

Über Basicthinking bin ich gerade zum Telagon Sichelputzer gelangt, der Tipps für PR gegenüber Bloggern gibt. Da steht unter anderen, ein Blogger sei kein Journalist und man solle einen Blogger nur dann telefonisch kontaktieren, wenn man ihn kennt. Und Robert Basic gibt einem noch den - zur Sicherheit sollte man das sagen - ironischen Hinweis, man solle Don Alphonso, Fixmbr, Indiskretion Ehrensache und Wirres "von der Seite PR-anmachen". Dann sei einem schnelle Bekanntheit sicher.

Ich mache nun ja schon seit längerer Zeit PR und ich muss sagen: Jeder einzelne Aspekt, den Sichelputzer Mike Schnoor nennt, ist absolut richtig. Und dennoch sorgen diese Faustregeln meist nicht für besseren Umgang, sondern nur für Angst - Angst, eine dieser Regeln gerade nicht zu beachten. Es kann keine vernünftige Kommunikation zustande kommen, wenn der PR-Macher die ganze Zeit an seine Faustregeln denkt.

Ich würde empfehlen, statt auf Faustregeln auf seinen gesunden Menschenverstand zu setzen. Denn ja, Blogger und Journalisten sind auch Menschen. Ein paar Beispiele: Freuen Sie sich morgens am Briefkasten, wenn dort 30 Werbebriefe drin sind, die für Sie keine Relevanz haben? Nein? Dann müllen Sie auch nicht das Postfach des Bloggers und des Journalisten zu. Würden Sie etwas kaufen von jemandem, der keinerlei Ahnung hat, von dem, was er verkauft? Nein? Dann informieren Sie sich - und zwar auch unabhängig - über das Produkt, dass Sie an den Journalisten bringen möchten. Und, ganz ehrlich, würden Sie einen Scheibenwischer kaufen, wenn Sie kein Fahrzeug haben, an dem Sie ihn nutzen können? Wieso versuchen Sie dann, jedem Journalisten/Blogger Themen zu verkaufen, für die er gar kein Forum hat? Das ist nicht nur vertane Zeit, sondern weckt auch Unmut - auf Seiten des belästigten Bloggers/Journalisten genauso wie auf der Seite des erfolglosen PRlers.

Und erst nachdem man sich diese Gedanken gemacht hat, geht es darum, wie man kommunikativ vorgeht. Und hier gilt: Seien Sie authentisch. Wir haben bei uns Kollegen, die sprechen mit Journalisten eher über Fakten und andere führen lieber einen lockeren Plausch. Aber alle, die erfolgreich sind, sind authentisch. Und auch das ist doch verständlich. Oder haben Sie Freude daran, mit jemandem zu sprechen, der augenscheinlich falsch ist?

Ob Sie dann anrufen oder E-Mailen, ist nicht entscheidend. Wenn Sie eine wirklich - aber wirklich wirklich wirklich - passende Geschichte haben und Sie sachkundig und authentisch sind, werden Sie vielleicht zunächst unfreundlich angeranzt (das haben Sie den Kollegen zu verdanken, die zuvor angerufen haben und genau dies nicht waren). Aber kein Journalist und kein Blogger hat etwas gegen die passende Geschichte für sein Medium. Wenn Sie eine gute Geschichte haben, gut informiert und authentisch sind, werden Sie - das ist zumindest meine Erfahrung - nicht im Blog der Kommentatorenmeute zum Fraß vorgeworfen.

Montag, 25. Juni 2007

Wetten, dass: Alle Beiträge im Überblick

Bist Du wegen "Wetten, dass...?" hier? Folgende Artikel könnten Dich interessieren:

Don Alphonso deckt auf

Blogger Don Alphonso hat in Leipzig einen Vortrag vor Journalistik-Studenten gehalten. Und im Rahmen dieses Vortrages bezeichnet er Journalisten als "zynische Dreckschweine", die nicht besseres zu tun hätten als sich auf Pressekonferenzen Häppchen reinzuziehen - so jedenfalls eine Quelle, die Alphonso als korrekt zitierend darstellt - ich habe sie nicht überprüft. Eine Studentin wiederum verkürzt es darauf, dass Alphonso ALLE Journalisten als zynische Dreckschweine bezeichnet habe. Daraufhin glänzt Alphonso im Kommentarbereich mit genau denjenigen Beschimpfungen, die mich sein eigenes Blog meiden lassen. Denn sobald man den Meister dort kritisiert, bekommt man Ärger von seinen Fans - nach dem Motto: "Ey, Du Idiot. Es heißt das Blog, nicht der. Und komm' mir jetzt bloß nicht mit dem Duden, Du Vollpfosten."

So hatte ich mir meine Meinung fast schon gebildet. Doch dann kam Stefan Niggemeier, der die ganze Geschichte zusammenfassen wollte. Und dann hat Alphonso gefragt, wo er denn die ganzen Infos zu der Geschichte her habe. Bei ihm habe jedenfalls niemand nachgefragt. Niggemeier verweist auf nicht-von-alphonso-kritisierte (und damit anscheinend als authorisiert vermutete) Zitate in anderen Blogs. (Die ganze Diskussion hier).

Wie abscheulich grenzwertig sein Vokabular und sein Gehabe auch sein mögen, so sehr hat Alphonso in der Diskussion mit Niggemeier recht: Journalisten recherchieren nicht genug. Es wurden schon Produkte unserer Kunden durch den Kakao gezogen und wenn man dann nachgefragt hat, wieso man nicht mal um Stellungnahme gebeten wurde, erhält man die Auskunft: "Weil Sie ja bei den bisher Berichtenden nie widersprochen haben". Entgegnet man dann: "Doch, das habe ich. Darüber schreibt nur niemand", erntet man verständnisvolle Einsicht. Aber richtiggestellt wird nichts - und der nächste schreibt wieder den gleichen Schmarrn.

Sonntag, 24. Juni 2007

Skandal: Topmodel grabscht Blanco an

Da soll noch jemand sagen, Thomas Gottschalk oder Roberto Blanco fingern an den Frauen rum. Das Beweisfoto - geschossen von Henry Maske gestern bei "Wetten dass" - zeigt eindeutig: Die einzige Hand, die nicht dort ist, wo sie hingehört, ist die von Germany's Ex-Topmodel Lena Gercke. Die hat es sich auf dem starken Arm von Roberto Blanco gemütlich gemacht. Vermutlich testet sie, wie hart seine Muskeln sind - der altbekannte Blanco-Check:-) Unglaublich.

Hier der Beweis:oder hier vergrößert:
Weitere Beiträge zum Thema:

Miami Twice: Bohlen und Medlock im Video

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Wetten dass: SZ-Kritik mauer als die Sendung

Es ist ein hartes Los: Da ist man nun endlich dort angekommen, wo man immer hin wollte - in der Kultur-Redaktion der Süddeutschen Zeitung, wenn auch "nur" bei der Online-Ausgabe. Aber statt über Theaterstücke, Bücher oder den Film auf "Arte" zu schreiben, hat der CvD eine schlechte Nachricht: "Du - morgen - Wetten, dass...?". Scheiße, schon wieder nicht ins Literaturcafé am Wochenende, denkt man sich. Aber ich habe einen Plan. Ich schreibe einfach das, was immer alle schreiben. Und vielleicht kann um 23 Uhr noch nachfahren ins Café.

Sowas oder ähnliches muss in der SZ-Redakteurin vorgegangen sein, deren "Wetten dass"-Kritik heute den Reigen der Verisse eröffnet hat. Diese gehören zum Ritual rund um "Wetten dass" wie Gottschalks Anzüge. Und sie dienen nur dem einzigen Zweck: Die vielen Leute, die bei Google nach "Wetten dass" suchen, sollen auf der Seite des Mediums landen und nach oder vor dem Lesen auf die Werbung klicken. Fieses Gegrabsche hier, billige Herrenwitze da - das einzige, was gestern an "Wetten, dass" wirklich mau war, ist diese Kritik. Aber was will man schon erwarten am Samstag abend. War's denn schön - später im Literaturcafé?

Nachtrag: ungewöhnlich kritisch (allerdings nur wegen 16:9-Format) heute bild.de, während der Express jubiliert. Und die Redakteurin von Spiegel Online gibt sich für ihren Veriss wenigstens etwas Mühe. Ich meine übrigens wie DWDL: Gottschalk hatte einen seiner besseren Tage. Alle Einzelheiten im Protokoll vom Live-Blogging.

Nachtrag 2: Übrigens hatte Gottschalk, wie Quotenmeter berichtet, erstmals weniger als 10 Millionen Zuschauer - aber blieb natürlich trotzdem klarer Tagessieger.

Nachtrag 3: Eine schöne Kritik schreibt "Jörg Isert" vom Focus. Endlich mal nicht diese Standardthemen. Der Stern macht's zumindest besser als die SZ. Nach der Weisheitszahn-OP hätte ich's auch nicht ertragen...

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Samstag, 23. Juni 2007

Liveblog: Wetten, dass...?

Fazit:
Eigentlich eine ganz nette Sendung - wenn man mal berücksichtigt, dass sie an eine solch breite Zielgruppe gerichtet ist (Andreas sieht's ein wenig anders). Dennoch wird die Sendung morgen von allen Zeitungs-Webseiten verrissen. Wenn ich mir gerade mal meinen Traffic anschaue, weiß ich auch warum: Um Traffic zu generieren. Schließlich suchen ganz schön viele Leute bei google nach "Wetten dass".

22:35 Uhr

Das hat Spaß gemacht. Bald wieder. Oder wie Gottschalk ruft: "Zugabe". Servus.


22:31 Uhr

Kool and the gang. Zwar nicht Roberto. Aber immerhin. Moment mal: Das kann nicht der gleiche Sänger sein wie in den 70ern, oder? Ansonsten war der damals ganz schön jung. Wer von denen ist denn "Kool". So eine Gang kann man ja wechseln...


22:28 Uhr

Die Ventilatoren haben gewonnen. Gottschalk: "Ihm lag das Glück auf der Zunge". Solche Witze kommen bei ihm tatsächlich spontan...


22:25 Uhr

Nachtrag: Und alle klatschen wie wild. Und mir spricht der Titel des Songs aus dem Herzen: "Silencio" - Ruhe. Jetzt.


22:22 Uhr

Während wir den Wettkönig wählen dürfen, kommt ein spanischer Schnulzen-Sänger. Wusste gar nicht, dass es Italo-Pop auch auf spanisch gibt. Robertoooooooooooooooo....


22:19 Uhr
Sie singt gar nicht so schlecht. Habe schon schlimmere US-Schauspielerinnen bei Gottschalk gesehen. Übrigens: Guter Witz von Gottschalk über Blanco: "Man nennt ihn bei uns 'Der Fluch der Karibik'".

22:15 Uhr

Endlich: Wette verloren - weil sie getippt hat, dass er es nicht schafft - jetzt endlich: Roberto Blanco live. Vorher busselt Blanco noch Barbara Becker. "Meine Schwester", sagt er. Oh Gott


22:13 Uhr
Beim Kollegen Niggemeier - der ebenfalls livebloggt - ist der Server down. Kommt doch hier vorbei.

22:11 Uhr

Wette gewonnen. Auch diese ist ganz nett gewesen.


22:09 Uhr

Gut, dass er sich den Witz verkniffen hat. Hurley tippt: "Nein" (er schafft's nicht). Gottschalk: "Er sagt nein, wir machen's trotzdem". Und dann - Gott sei Dank - leise: "Wenn man bei jeder Frau, die nein sagt" - Schluss. Gott sei dank.


22:07 Uhr

Gottschalk zur Wette: "Mit Piercing gibt's Funkenflug." Also ich finde ihn gut heute. Liz Hurley sagt "Nein". Wetteinsatz: Karaoke-Singen mit Roberto Blanco.


22:05 Uhr

Wette: Marco will fünf Ventilatoren mit der Zunge anhalten. Wette erfunden in "der kleinen Mittagspause".


22:04 Uhr

Der pädagische Gottschalk über den Hang zur extremen Schlankheit: "Esst Kinder, esst. Abnehmen könnt Ihr später":-)


22:02 Uhr

Kein Film. Eine Bademodenkollektion. Gottschalk: "Finger aus der Hose, hat meine Mutter immer gesagt."


22:00 Uhr

Oh, jetzt wieder diese obligatorisch langweilige Talk mit amerikanischen Schauspielerinnen. Kommen gleich Film-Ausschnitte? Sie sagt zum Cocktail "Schmeckt gut!". Die Menge tobt.


21:58 Uhr
Liz Hurley. Namen kenne ich. Aber gesehen habe ich sie noch nie.

21:56 Uhr
Gottschalk: "Paul McCartney ist 65. Wer hat gedacht, dass ein Beatle die SPD überlebt?" Nicht schlecht.

21:54 Uhr

Bon Jovi mag Iglesias. Ich will jetzt Robertzo Blanco hören!


21:50 Uhr

Bon Jovi. Stand nicht irgendwo, dass Gitarrist Richie Sambora gerade auf Entzug oder so ist?
Der Song schlägt Iglesias und Medlock in punkto Langeweile deutlich. Wann singt endlich Roberto Blanco?

21:48 Uhr

Werbung: DHL (unser Logistik-Partner). Im "Countdown" heute mittag habe ich gehört, dass ein LKW verschollen war. Wirklich.


21:46 Uhr

Schöneberger scheucht Blanco zur Wetteinlösung (Ausmisten) in den Stierstall. Also bisher gefällt's mir eigentlich ganz gut.


21:43 Uhr

Wette gewonnen. Spektakulär.


21:39 Uhr

Ein Chinese baut Bänke zu einem Knäuel zusammen. Die will er wohl mit den Zähnen heben. Gottschalk: "Sieht ein bisschen aus wie auf der Documenta hier" - kapiert keiner. "Alptraum von Herrn Ackermann - Chinesen schlucken Deutsche Bank" - die Arena tobt.


21:35 Uhr

Schöneberger: "An den Zähnen sind die stärksten Muskeln im ganzen Körper. Also nicht dort, wo Du immer gedacht hast (zu Roberto)." Recht so, der alte Stelzbock...


21:30 Uhr

Der Silbereisen-Maske unterhält die Leute mit Foto-Schießen im Ballermann-Outfit besser als Gottschalk...


21:30 Uhr
Schöneberger singt jetzt auch noch - bald auf Tour. Das will doch auch niemand hören, oder? Dann lieber Bohlen/Medlock...

21:28 Uhr

Gottschalk hat auf Blancos Hose eine Fliege totgeschlagen. Das hat er nun vom Angefasse...


21:25 Uhr

"Ein Paar für das man Lachschutzfaktor 12 auflegen muss: Barbara Schöneberger und Roberto Blanco". Ha ha. Blanco frabscht üblicherweise noch mehr als Gottschalk.


21:24 Uhr

Telefonzelle geplatzt. Nicht so lustig. Wette verloren-Jingle nach dem Song. Sehr lustig!


21:22 Uhr

Wer die Fantastischen Vier nächste Woche live sehen will: Ahaus - Nightclubbing. Ich bin da!


21:20 Uhr

Fanta 4 - Auftritt als Wette; Wir passen mit sechs Leuten in eine Telefonzelle und singen dort unseren Song sehr witzig!


21:19 Uhr

Maske und Halmich als Mallorca-Touristen. Wie die Comedy-Einlagen in den Florian Silbereisen-Sendungen - die ich natürlich nur vom Hörensagen kenne.

21:18 Uhr
Wir geben wieder ab an die Werbung. Kiz Hurley fährt vor. Im Audi.


21:14 Uhr

Die Ochsenknecht-Söhne. Spinner. Und Idioten: "Wir haben hier die T-Shirts, die gibt's noch gar nicht."


21:14 Uhr

Er hat's geschafft. Wirklich schöne Wette. Ich muss insgesamt sagen, dass es ungewöhnlich kurzweilig ist, heute zuzuschauen.


21:12 Uhr
Der kleine Schwabe grinst lustig... Aber wohl nicht über Gottschalks Witze: "Später, zu seiner ersten Freundin: Kommscht mit in den Türrahme..." Witzig.

21:08 Uhr

Der kleine Björn klettern in einen Türrahmen und will sich - im Rahmen eingeklemmt ohne den Boden zu berühren - umziehen. Wenn er es nicht schafft, will Bohlen jetzt sogar ganz Mallorca eincremen...


21:05 Uhr

Der kleine Björn hat eine Kette mit Glücksknoten dabei. Die soll er mal Medlock leihen, wenn er bald wieder in seinem alten Leben ist - und Bohlen über ihn herzieht...


21:03 Uhr

Bohlen muss Medlock mit After-Sun-Lotion eincremen, wenn er die Wette verliert. Diese ständigen Verkupplungsversuche....


21:01 Uhr

Enrique sagt, ihm gefalle der Medlock-Song. Schlimmer als seiner war der auch nicht...

20:58 Uhr
Medlock über Bohlen: "Ich bin echt froh, dass mein Bobbelsche dabei ist."

20:56 Uhr

Ach Du scheiße. Jetzt auch noch dieses Eunuchen-Gequietsche wie bei Modern Talking. Falls ich aufhöre zu schreiben, mag das daran liegen, dass die Tastatur unter der Kotze nicht mehr funktioniert.


20:54 Uhr

Ich freue mich schon auf Roberto Blanco.


20:53 Uhr

Miami Twice. Ach Du scheiße. Wie Modern Talking. Oder noch schlimmer?


20:50 Uhr

Enrique muss auf's Nagelbrett. Man ist das langweilig...


20:47 Uhr

Kaffeetasse beim Schwimmen auf dem Fuß balancieren.
Beim ersten Mal war' schnell zuende. Aber beim zweiten Mal. Reschpekt. Mit dem zweiten trägt man besser...

20:45 Uhr

Maske: "Wenn man einmal Kämpfer ist, wird man immer Kämpfer bleiben - auch, wenn man Kämpferin ist". Häää?


20:44 Uhr

Eglesias: "Ich werde immer Spanier bleiben". Publikum klatscht. Sitzt da wirklich ein einziger Spanier im Publikum?

20:41 Uhr

Die erste Werbung. "Wir sind im Dorint Sofitel"...


20:40 Uhr
Für Enrique sei es eine Ehre neben diesem weltberühmten Moderator zu sitzen - sagt er. Man, ist der Typ schleimig...

20:38 Uhr
Germany's next und Germany's last Topmodel kommen mit auf die Kautsch. Natürlich gaaanz zufällig.

20:36 Uhr
Ob der Dolmetscher weiß, was er da übersetzt? Originalton Enrique/Dolmetscher über Anna Kournikowa: "Sie hält mich aus." Ich dachte immer, Enrique würde von seinem Papa ausgehalten...

20:33 Uhr

Na toll, Enrique spricht zur Feier des Tages heute spanisch. Da ist er wohl in der Minderheit auf Malle...


20:31 Uhr

Boahh, ist Enrique Iglesias langweilig...


20:28 Uhr

Oh, schon fertig. Mit dem Mountainbike über eine Flaschenreihe. "Ich wünschte, die Strecke wäre etwas länger gewesen", sagt Gottschalk. Da hat er recht. A bisserl unspektakulaer war's schon...


20:26 Uhr

Was war noch die Wette? War kurz weggedöst...


20:22 Uhr

Wetteinsatz: Maske und Halmich als Ballermann-Touristen. Habe schon billigere Wetteinsätze gesehen...


20:16 Uhr

"Man trifft hier mehr Deutsche als in Berlin"
"Es ist wie Heiligendamm - nur ohne Wasserwerfer"
"Jedes Land hat etwas, was es nicht braucht - in Polen sind's die Katschinskis (geschrieben wie gesproch:-)"
Sehr politisch heute, der "Tommi"

20:13 Uhr (geht meine Uhr falsch?)
Es geht looos!

20:12 Uhr
Stefan Niggemeier schreibt, man könne auf ZDF.de das Warm-Up sehen. Stimmte wohl auch, aber ist schon vorbei...

20:03 Uhr
Jetzt läuft noch "Hallo Robbie". Ich gehe nochmal auf's Klo und hole mir was zu trinken...

20.00 Uhr
Herzlich willkommen oder besser "Ja, Servus" zum Wetten, dass...? Liveblog. Heute abend werde ich zur laufenden Show meiner Gedanken runterschreiben. Damit Du nicht dauernd auf "Aktualisieren" klicken musst, wird hier heute abend alle 3 Minuten automatisch die Seite neu geladen. Ich hoffe, das stört nicht beim Lesen der anderen Beiträge.


Weitere Beiträge zum Thema:

Zeigt Schlämmer Gottschalk, wo's langgeht?


RTL rüstet auf: Um mit "Let's dance" nicht völlig gegen "Wetten, dass...?" unterzugehen, setzt auch RTL auf einen Entertainer mit markanter Frisur: Horst Schlämmer. Ob's die Quoten rettet - bald morgen hier (Nachtrag: hier). Den Liveblog gibt's natürlich schon vorher: heute abend ab 20 Uhr.

Weitere Beiträge zum Thema:

Blogscout: Laut Quersumme schon in den Top 10

Ich weiß zwar immernoch nicht wie, aber ich bin jetzt bei Blogscout auf 118 gelandet. Der Beweis:
Ich war ja schonmal auf Platz 128 - bin dann allerdings abgestürzt. Damals wusste ich auch schon nicht, wie mir diese Ehre zu Teil wurde. Aber erstens scheint es anderen genauso zu gehen. Und zweitens soll man manche Dinge nicht hinterfragen, sondern annehmen. Bei Paris Hilton weiß ja auch niemand (vermutlich inklusive ihr selbst), warum sie die (laut ihren Dosen-Prosecco-Freunden) meistfotografierte Frau der Welt (war das nicht mal Lady Di) geworden ist...

Wetten, dass: Gottschalk noch platter

Heute abend wird "Wetten, dass...?"zum ersten Mal im Breitband-Format ausgestrahlt. Hoffentlich werden die Witze dadurch nicht noch platter... . Mehr dazu (und dazu Bohlen, Medlock sowie Fanta 4) heute abend ab 20 Uhr hier im Liveblogging-Liveblog.

Weitere Beiträge zum Thema:

Freitag, 22. Juni 2007

Bloggerkolleg III: Alles wird öffentlich

Wen interessieren schon Einzelanfragen? Mit diesem Hintergedanken wird bisher in vielen Unternehmen das Beschwerdemanagement organisiert. Welche Folgen das haben kann, erlebt im Moment Yahoo. Der Internet-Riese, der im Moment genug an anderen Fronten zu kämpfen hat, wird aktuell in Blogs mit seinem Beschwerdemanagement konfrontiert. Und das ist gelinde gesagt nicht besonders clever. Denn anscheinend können die Yahoo-Mitarbeiter nicht besonders gut lesen - oder sie sollen nicht - oder sie haben aufgrund von Accordzuschlägen nicht die Zeit dazu*.

Jedenfalls zeigt das Beispiel sehr deutlich zwei Sachen:
1. Die kommunikative Macht des Einzelnen wird immer größer.
2. Marketingverantwortliche nehmen ihre Kunden immernoch nicht ernst.
3. Wer seine Kunden mit Anstand behandelt, hat echte Marktchancen.

via Basic Thinking.

*Ich würde ja mal tippen, dass des Rätsels Lösung eine Software ist, die die Fragen beantwortet. Allerdings würde das sehr deutlich zeigen, wie viel Kompetenz in einem der größten (Internet-)Softwarehersteller weltweit vertreten ist.

Keine Blogverdrossenheit

Nach dem Blogprojekt von ProBloggerWorld gibt's nun auch zum Blogkarneval zur Politikverdrossenheit ein Ergebnis. Hier mein Beitrag und nun folgend die Liste aller Links. Viel Spaß beim Durchstöbern.

Wetten, dass: Live-Blogging mit Blogger.com

Habe soeben einen Weg gefunden, wie man auch bei blogger.com super Livebloggen kann - und die Leser nicht dauernd auf "Aktualisieren" klicken müssen. Mit einem ganz schnöden HTML-Metatag, das u.a. auch Newsaktuell nutzt.

Jedenfalls habe ich mich zur Feier des Tages entschlossen, morgen abend Liveblogging zu machen. Also: Morgen ab 20 Uhr hier. "Wetten, dass...?" live. Mit Thomas Gottschalk, Dieter Bohlen, Mark Medlock, Miami Twice, den Fantastischen Vier und mir.

Die wichtigste Frage: Eine Frage, die mich nicht im geringsten interessiert: Was er wohl trägt...

Weitere Beiträge zum Thema:

Miami Twice

Ach, Du liebe Zeit. Ich habe heute morgen gehört, unter welchem Namen Dieter Bohlen und Mark Medlock am Samstag bei "Wetten, dass...?" auftreten werden: Miami Twice (Nachtrag: Hier geht's zum Video). Falls ich am Samstag Zeit (und Lust) habe, werde ich reinschauen und dann natürlich auch hier darüber berichten. Aber erstmal mache ich das, was nahe liegt:


vs.


Fazit: Da ich leider kein einziges Mal "Miami Vice" geschaut habe, kann ich abseits der (in der Tat durchaus Ähnlichkeiten aufweisenden) Optik keine Gemeinsamkeiten und Unterschiede benennen. Aber vielleicht wäre das eine empfehlenswerte Gemeinsamkeit für meinen Umgang mit den "neuen Modern Talking": Miami Twice? Nie gesehen!

Ob ich's tatsächlich schaue? Was ich davon halte? Das seht Ihr in den nächsten Tagen hier. Seid gespannt...

Weitere Beiträge zum Thema:

Dienstag, 19. Juni 2007

Gülcans Schlafhochzeit

Habe gerade die letzten Minuten von "Gülcans Traumhochzeit" gesehen. Schlimmer geht's wirklich nicht. Gülli im Peggy-Bundy-Tigerkleid, ihr von-Beruf-sohn Sebastian Kamps (dumm wie Brot) und Geschichten, die das Leben schreibt. Eine kurze Zusammenfassung:
- Sebastian besucht rein zufällig seinen Kumpel, der eine "PR-Agentur" hat und gerade einen neuen Promi-Energy-Drink vertreibt
- 5 Minuten vor der großen Familienzusammenführung der beiden Elternpaare kommt er zurück, Gülcan spielt "sauere Zicke" und Sebastian verlässt genervt die Wohnung mit den Worten "Lackier Dir die Nägel"
- Sebastian geht zu seiner Mama, doch die hat Migräne und liegt flach
- Jetzt muss Oma Kamps die Party zur Familienzusammenführung schmeißen
- Gülcans Familie kommt und macht laut Off-Stimme "gute Miene zum bösen Spiel" - was auch immer das zu bedeuten hat
- Vorschau auf die nächste Folge - der Hund bekommt ein Hochzeitsoutfit

Aha, gut, dass ich das Anti-Schnarch-Kissen habe.

Nachtrag: Sagte ich, langweiliger geht's nicht? Das war falsch. Gerade läuft "We are Family - das Promi-Special" mit Barbara Becker. ProSieben - We love to entertain wen nochmal? Mich nicht.

Anti-Schnarch Kissen


Nur so: Es gibt jetzt ein Kissen, das gegen Schnarchen wirkt. Wenn das Mikro im Kissen Geschnarche wahrnimmt, fängt das Kissen an zu vibrieren. "Sägt" der Schnarcher weiter, wird das Vibrieren fester. Allerdings: Nach drei Vibrierstufen kapituliert das Teil. Man muss wissen, wann man verloren hat...

Ergebnis Blog-Projekt: Wie bin ich zum Bloggen gekommen?

Hier das Ergebnis des Blogprojektes, zu dem auch ich einen Beitrag beigesteuert habe. Viel Spaß beim Lesen!

Nachtrag: Manuel von vital-genuss.de hat das Ganze aufgeschlüsselt. Finde ich gut.

  1. Wie bin ich eigentlich zum Bloggen gekommen?
  2. wie ich zum bloggen kam
  3. Wie ich zum Bloggen gekommen bin
  4. Blog-Projekt auf Probloggerworld
  5. Wie ich zum Bloggen kam
  6. Wie ich zum Bloggen kam
  7. wie ich zum bloggen gekommen bin
  8. Bloggen bringt saumäßig viel Traffic auf Deine Homepage - ehrlich!
  9. Wie bin ich zum Bloggen gekommen?
  10. Wie bin ich zum Bloggen gekommen?
  11. Bloggen, die Freude, jeden Tag einen belebten Marktplatz zu besuchen.
  12. Wie kam ich zum Bloggen?
  13. Medium Weblog - Sendungsbewusstsein oder was?
  14. Wie bin ich zum Bloggen gekommen?
  15. Wie bin ich zum Bloggen gekommen?
  16. Wie ich zum Bloggen gekommen bin?
  17. So bin ich zum Bloggen gekommen
  18. Blog-Projekt: Wie bist Du zum Bloggen gekommen?
  19. wie ich zum bloggen kam
  20. Wie war ich denn eigentlich zum Bloggen gekommen?
  21. Wie bin ich zum bloggen gekommen?
  22. Bloggen als Firma? Definitiv!
  23. Wie ich zum Blogger mutiert bin
  24. Warum man als Firma einen Weblog betreiben sollte
  25. Was mich zum bloggen gebracht hat
  26. Wie kam ich zum “bloggen” …
  27. Wie bin ich eigentlich zum Bloggen gekommen?
  28. Wie ich zum Bloggen gekommen bin
  29. Geschichte meines Weblogs
  30. Blog-Projekt: Wie bin ich zum Bloggen gekommen?
  31. bloggen…
  32. Warum das Ganze
  33. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
  34. Bloggen - wieso, weshalb, warum?
  35. So bin ich zum Bloggen gekommen
  36. Ich war jung nur Geld gab es keins!
  37. Wie ich zum bloggen gekommen bin
  38. Von der Homepage zum Blog: meine Netzgeschichte
  39. Wie ich zum Bloggen gekommen bin
  40. Wie alles begann…
  41. Wie bin ich zum Bloggen gekommen?
  42. Wie ich zum Bloggen kam
  43. Wie alles begann?
  44. Blog sucht Sphäre oder: Warum blogge ich?
  45. Wie bin ich zum bloggen gekommen? - Ein Blog-Projekt
  46. Blog-Projekt - wie bin ich zum Bloggen gekommen
  47. Wie bin ich zum Bloggen gekommen
  48. Wie hat das bei uns mit dem Bloggen angefangen …
  49. Wie ich zum Bloggen gekommen bin?
  50. Wie ich zum Bloggen gekommen bin.
  51. Lassen wir die Katze aus dem Sack
  52. Wie ich zum bloggen gekommen bin
  53. Der Internet Marketing Guide startet

Sonntag, 17. Juni 2007

Politikverdrossenheit in Deutschland

Zum politischen Blogkarneval beim Onezblog vom 7. Juni zum Thema “Politikverdrossenheit in Deutschland. Wohin führt uns die Parteiendemokratie? Kritiken, Analysen und Utopien sind gefragt!” mein Beitrag:

Politikverdrossenheit = Zufriedenheit
Ich bin im Großen und Ganzen der Überzeugung, dass Politikverdrossenheit nicht nur mit Unzufriedenheit, sondern auch mit Zufriedenheit zu tun hat. Klar, die Menschen halten ihre Politiker für Deppen. Aber sie haben keine Angst vor einem Systemumsturz. Man kann zwar nichts verändern - aber auch Nazis und andere Extreme können das nicht. Und deshalb sind Wahlen und Teilhabe für viele Bürger nicht so wichtig. Dass Bürger ihr System verteidigen wollen - auch, wenn sie bislang nicht gewählt haben - sah man kürzlich in Frankreich. Aufgrund niedriger Wahlbeteiligung war dort 2002 ein rechter Kandidat, Jean-Marie Le Pen, in die Stichwahl zur Präsidentschaft gekommen. Bei der Stichwahl selbst und der Wahl danach war die Wahlbeteiligung viel höher - und Le Pen hatte keine Chance.

Wir sind zu naiv!
Das Problem, das die Deutschen mit ihrer Politik und ihren Politikern haben, ist eine zu hohe Erwartungshaltung. "Die Demokratie ist ein schlechtes System. Aber ich keinne kein besseres", sagte bereits Sir Winston Churchill. Es muss uns doch klar sein, dass man in Politik und Wirtschaft nur dann nach ganz oben kommt, wenn man diesem Ziel alles andere unterordnet. Kein Politiker ist nur Politiker, weil er gestalten will. Ja, wir haben schlechte Politiker. Aber nein: Unter keinem anderen System waren diese bisher besser. Und immerhin: Im Vergleich zu allen anderen Systemen (DDR-Sozialismus, Monarchie) sind die Chancen zur Macht bei uns relativ gleich verteilt. Korruption etc. gibt es in all diesen Systemen - der Unterschied ist, dass sie bei uns ab und zu ans Licht kommt.

Die deutsche Suche nach der Wahrheit
Außerdem haben wir Deutsche eine obskure Sehnsucht nach der Wahrheit. In Deutschland ist man der Meinung, es gebe auf jede Frage exakt eine Antwort, die Wahrheit. Diese Wahrheit wird dann zum Gesetz. Und wenn man sich an dieses Gesetz hält, wird alles gut. Wenn es nun also diese Wahrheit gibt, so die Logik, dann muss man ja auch nicht darüber diskutieren. Deshalb wünschen wir uns Parteien, die nicht streiten, sondern die Wahrheit (oder das, was wir dafür halten), vertreten. Solche Wahrheiten gibt es aber nicht einmal in der Naturwissenschaft - auch, wenn man das in Schulen so lernt. Die Mathematik funktioniert nur so einfach, weil wir bestimmte Dinge (1+1=2) definiert haben, nicht weil es Naturwahrheit ist. Es gibt auch keine Wahrheit in punkto Rechtschreibung - auch, wenn der Duden das so will. Wieso sollte es dann bei solch komplizierten Themen wie Rente, Krankenversicherung oder Steuern "eine Wahrheit" geben. Solange wir verstehen, dass es keine politische Wahrheit gibt, werden wir mit Politik nicht zufrieden sein.

Keine Verantwortung abschieben
Hinzu kommt, dass wir gerne die Verantwortung für all unsere Probleme auf die Politik abschieben. Klar, die Politik macht nicht viel z.B. für Menschen, die von Armut bedroht sind. Aber sie hindert uns ja auch nicht daran, etwas dafür zu tun. Klar, die Politik gewährleistet uns kein von wirtschaftlichen Sorgen freies Leben. Aber sie hindert uns nicht daran, uns selbst abzusichern. Wir sollten damit aufhören, die Verantwortung für alles auf die Politik zu schieben. Wir sollten im Staat nicht denjenigen sehen, der alles für uns regelt - sondern eine Institution, die uns die Freiheit gibt, dies selbst zu tun.

Politik als Fußballspiel
Dazu, dass wir nie zufrieden sind, tragen auch die Medien ein großes Stück bei. Sie berichten über Politik wie über ein Fußballspiel - es geht immer nur um "wer gegen wen" und das "gewinnen", aber nie um Sachthemen. An diese Berichterstattung haben sich Politiker angepasst: Müssten Sie ihren Machtanspruch in den Medien mit Sachpositionen rechtfertigen, würden sie dies auch tun. Aber wenn es nur über Personalgeschacher gesprochen wird, wird auch weiterhin Personalgeschacher betrieben. Im Übrigen ist auch hier wieder der Normalbürger in der Verantwortung. Denn letztendlich entscheidet er über die Fernbedienung, welches Programm die Medien machen. Wer Phoenix schaut statt Sabine Christiansen, macht die Welt in diesem Sinne a Stückerl besser.

Selbst-erfüllende Medienprofezeiungen
Desweiteren arbeiten die Medien mit Selbst-erfüllenden-Profezeiungen. Ein aktuelles Beispiel: Die Querelen um das Privatleben von Horst Seehofer. Es ist immer das gleiche: Erst wird ausführlich und immer wieder über das Privatleben von Personen berichtet. Dauernd muss sich der Politiker Stellungnahmen abgeben (was Seehofer zum Glück nicht gemacht hat) und am Ende kommt dann wieder der Kommentar: Der Politiker solle sich besser um sein Ministerium kümmern, als um sein Privatleben. Frage: Weshalb muss er sich denn immer um dieses Privatleben kümmern? Richtig: Weil er dauernd danach gefragt wird. Und auch hier sind letztendes wieder wir Wähler in der Verantwortung. Denn wer kauft denn die Zeitungen, schaut die TV-Beiträge zu solchen Themen???

Geht es anderen wirklich besser?
Und dann gibt es noch einen weiteren Grund, warum die Medien nicht gerade unschuldig an der Politikverdrossenheit sind: Ständig wird uns von Medien - und im Anschluss von Politikern - vermittelt, anderen Ländern ginge es wirtschaftlich substantiell besser als uns - und das aufgrund einfach zu verändernder Gesetze. Meine Damen und Herren: Das ist falsch. Alle westlichen Industrieländer leiden unter dem Phänomen, dass aufgrund von Arbeitsverlagerung in Billig-Lohn-Länder immer mehr Menschen ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können. Auch die skandinawischen Länder. Die haben zwar keine Problem bei den Renten, aber dafür bei den Ausgaben der Krankenversicherung: Denn aufgrund der hohen Arbeitslosenvorsorge haben die Arbeitnehmer keine Angst, entlassen zu werden. Und deshalb feiern sie laufend krank. Und in den angelsächsischen Ländern? Da gibt es ja angeblich so viele neue Arbeitsplätze. Aber hat man sich mal angeschaut, was das für Arbeitsplätze sind? Da gibt es ziemlich viele Menschen, die Vollzeit arbeiten und davon nicht leben können. Ist das ein System für uns? Bleibt noch die Insel der Glückseeligen - die Schweiz. Doch warum geht es der Schweiz wirtschaftlich so gut? Ganz einfach, weil sich dort die Deutschen und europäischen Schwerreichen sammeln, die geringere Steuern zahlen wollen. Ich greife das gar nicht an, aber so eine Politik ist für ein Land von der Größe Deutschlands keine Option - das größte europäische Land kann kein Steuerparadies sein. Wir sollten aufhören, nach einfachen Vorbildern/einfachen Lösungen zu suchen. Die gibt es nicht.

Gar nicht so schlecht!
Was ist also das Fazit meiner (mittlerweile doch sehr langen) Abhandlung? Auch, wenn es sich nicht gerade staatstragend anhört: Wir sollten akzeptieren, dass unser System so ist, wie es ist. Denn es ist gar nicht so schlecht. Demokratie lässt sich definieren als System, in dem ein Machtwechsel ohne Gewalt vonstatten gehen kann. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Vor einem Jahr und zwei Tagen

Als ich gerade das Massenpublikum gelesen habe, wurde ich ziemlich sentimental: Sachar berichtet über das WM-Spiel Deutschland gegen Polen - vor einem Jahr und zwei Tagen in Dortmund. Das war mein persönlicher Höhepunkt der ganzen WM, denn ich war live dabei - mit meiner Mama.

Aber auch schon vorher hatte ich viel mit der WM zu tun: Ich habe von Juni 2004 bis zum Ende der WM PR für die Offiziellen FIFA WM 2006(TM) Shops bei Karstadt gemacht. Schon Ende 2004 haben wir innerhalb von zwei Monaten in den 12 WM-Städten die ersten Shops im Rahmen von Presseevents eröffnet - allein in Berlin mit mehr als 100 Journalisten. Und auch, wenn ich schon vor der WM immer wieder vom "größten Sportereignis der Welt" geschrieben habe, hatte ich nie damit gerechnet, dass sich das so entwickelt. Ich habe dieses Land noch nie so erlebt und irgendwie hatte man das Gefühl, dass man durch seine Arbeit einen kleinen Beitrag zu dieser Stimmung geleistet hat.

Eine tolle Zeit!

Samstag, 16. Juni 2007

Bloggerkolleg II: Was Funny Frisch und Frosta unterscheidet - oder vielleicht doch nicht

Wie bereits in der ersten Ausgabe dieses kleinen Bloggerkollegs für PRler beschrieben, ist die wichtigste Regel: Anstand. Man sollte Blogger, wie alle Menschen, mit Respekt behandeln und nicht meinen, man könne sie an der Nase herumführen (vgl. auch den Beitrag zum PR-Tag). Schade übrigens, dass das man so etwas überhaupt sagen/schreiben muss.

Welche Erfolge ein "anständiger" Umgang mit Konsumenten haben kann, zeigt der Vergleich zweier aktueller Fälle: Frosta und Funny Frisch. Als Frosta seine Packungsgröße bei gleichbleibendem Preis verkleinert, findet im Frosta Blog eine interessante Diskussion darüber statt, ob man lieber Preis erhöhen oder Packungsinhalt verkleinern solle - Beschimpfungen wegen der Mogelpackung finden nicht statt.

Bei Funny Frisch deckt heute der Shopblogger auf, dass die Packung viel größer ist als es für den Inhalt nötig sei. Die Kommentare: Harrsche Kritik und zynischer Spott.

Allerdings sollte nicht verschwiegen werden: Als der Shopblogger über die Frosta-Verkleinerung berichtet hat, fielen die Kommentare auch über Frosta wesentlich heftiger aus als im Frosta-Blog. Sein Großhändler hatte allerdings gleichzeitig zur Verringerung des Inhaltes auch noch den Preis erhöht - zumindest kommentierte Felix Ahlers von Frosta es so, Frosta habe den alten Preis beibehalten.

Die Lehre ist und bleibt meiner Ansicht nach trotzdem: Ehrlichkeit zahlt sich aus. Denn 1. kann man so eine "Mogelpackung" eh nicht geheim halten. Und 2. gibt es für so etwas meist gute Gründe. Aber: Wenn man sagt, dass man ehrlich ist, dann muss man es auch bleiben. Wenn Frosta nicht "die ganze Wahrheit" zur Preiserhöhung gesagt hat, kann das verheerende Folgen haben.

Donnerstag, 14. Juni 2007

"Best of" Harald Schmidt

Vor einigen Tagen berichtete DWDL, dass sich Harald Schmidt "auf leisen Sohlen" verabschiedet habe (bevor er mit Pocher wiederkommt) - jetzt kämen nur noch "Best of's". Was sie nicht erwähnten/wussten: Harald Schmidt moderiert das "Best of". Und so wird aus dem "Best of" die beste Sendung seit langem. Für eine ganze Saison waren die Witze recht spärlich gesät. Aber für 45 Minuten reicht's...

Nil-Werbung: Ich will Aa!

Eine wirklich tolle Werbung hat laut W&V vom 8. Juni die Zigarettenmarke Nil im Angebot: Unter dem Motto "Auf zu neuen Ufern" stehen auf den Schachteln statt "Nil" für kurze Zeit "Rhein", "Isar" und andere Flussnahmen.
Liebe Nils, sucht Ihr noch nach einer Idee für's Web? "Zweinullig" wäre es ja, wenn man den Schachtelschriftug mit dem Fluss der eigenen Heimatstadt gestalten könnte. Selbst wenn ich nicht rauche: Eine Schachtel Aa, Dinkel, Berkel oder Hachinga Bach wäre schon toll. MyFluppe statt MyMuesli...

Mittwoch, 13. Juni 2007

PR-Tag mit Currywurst

Was erwartet man von einem PR-Kongress zum Thema "Produkt-PR: Neue Welten - neue Chancen"? Richtig: In erster Linie viel allgemeines Blabla. [Nachtrag: Besonders, wenn er sich dann so präsentiert]. Doch mein erster "Deutscher PR-Tag" der DPRG hat mich positiv überrascht - und das bereits mit dem Begrüßungssnack. Denn statt der bei anderen Veranstaltungen üblichen Sushi-Kreationen mit thematischem Bezug (z.B. einer Weltkugel wegen "neue Welten") gab es passend zum Veranstaltungsort, der Ruhrgebietsstadt Essen, Currywurst. Und (über weite Strecken) interessante Inhalte. Dabei wurde ich irgendwie das Gefühl (und den texterischen Ehrgeiz) nicht los, dass die Currywurst ein gutes Sinnbild für all das ist, was (Produkt-)PR zukünftig sein sollte, wenn sie erfolgreich bleiben will. Hier meine vier Wurstweisheiten mit Bezug auf einige Vorträge:

1. Eine Currywurst ist "schlicht" - eine Wurst mit Soße sowie Currypulver, und das sieht auch jeder. Auch wir PRler sollten aus unserem Job nicht mehr machen als es ist. Wenn Kerstin M. Molthan jeder Strategie "Actions" (gesprochen: Äktschens) folgen lassen will; wenn eine Online-Tauschplattform für Joggingstrecken "Benchmarking in der Grammatik des Web 2.0" sein soll; und wenn sie am Ende "Schlaglichter auf einige Basiclearnings" lenkt, überdeckt sie den Inhalt ihrer Präsentation mit Worthülsen - obwohl dies gar nicht "nötig" war. Die Joggingplattform finde ich toll - aber "benchmarking"?

2. Eine Currywurst ist "schnell" - in der Zubereitung und im Verzehr. Auch wir müssen schnell werden. Wir müssen uns schnell neuen Gegebenheiten anpassen. Web 2.0 etwa soll man nicht tot-konferenzen, sondern man soll sich hineinbegeben. Jetzt. Cornelia Kunze von Edelman hat eindrucksvoll gezeigt, was sich alles tut.

3. Eine Currywurst ist ein "ehrliches" Essen: Sie ist so, wie sie aussieht - lecker aber nicht gerade besonders gesund. Die PR-Branche muss auch ehrlicher werden - zu sich selbst, zu ihren Kunden und zu den Kommunikationszielgruppen:
- Zu sich selbst: Produkt-PR hat (zumindest mittel- bis langfristig) das Ziel, den Absatz zu steigern. Welchen Sinn sollte sie sonst haben? Erreicht sie das nicht, war sie (zumindest im Sinne ihres eigentlichen Ziels) nicht erfolgreich. Damit hatte Dr. Jörg Hoepfner (Habilitant bei Prof. Bentele; zu ihm selbst habe ich leider keinen Link gefunden) heute morgen in der Arbeitsgruppe "Konsumgüter" recht.
- Zu ihren Kunden: PR kann aus einem schlechten Produkt kein gutes machen. Die Beziehung zwischen Konsument und Produkt wird in erster Linie vom Produkt selbst beeinflusst. PR kann helfen, Akzente in der Wahrnehmung dieses Produktes zu setzen. Aber PR bringt langfristig nichts, wenn das Produkt nicht hält, was die PR verspricht. Stimmt, Herr Nies. Das heißt übrigens nicht, dass man sein eigenes Produkt schelten sollte. Man muss aber Vorteile betonen, die das Produkt tatsächlich besitzt.
- Zu den Kommunikationszielgruppen: PR sollte auch gar nicht erst versuchen, Fakten zu schönen; spätestens nach dem ersten Kauf würde das Vertrauen des Konsumenten in das Unternehmen ruiniert sein. Wie man ehrlich aber erfolgreich kommuniziert, hat Herr Sackmann, Marketingchef von Ford (Link führt zu seinem Lebenslauf als Word-Dokument), am ersten Tag in erstklassiger Art und Weise demonstriert: Zunächst hat er berichtet, wie schlecht Ford bislang war - das schafft Vertrauen (in ihn, nicht in die Autos). Denn genau diese Wahrnehmung hatte ich auch immer. Und dann sagt er, was sich beim neuen Mondeo geändert hat - und das ist glaubwürdig, weil er zuvor Vertrauen geschaffen hat und weil er es wirklich so meint. So müssen wir mit aufgeklärten Verbrauchern kommunizieren.

4. Mit (durch die Currywurst) vollen Mund, soll man nicht sprechen. Das erste "Schlaglicht auf Basiclearnings" zum Web 2.0 von Frau Molthan lautete: Erstmal zuhören. Das hört sich banal an, aber "Kommunikationsprofis" reden oft viel zu schnell los - anstatt sich ersteinmal fundiert zu informieren. Das finden Journalisten schon lange schlimm (vgl. Indiskretion Ehrensache). Und Blogger sowie prinzipiell jeder aufgeklärte Verbraucher werden sich von inhaltslosem Gerede nicht überzeugen lassen. Das sollte uns eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagen. Wenn er es nicht tut, dann sage ich es halt.

So, und morgen heißt's nun nach der Theorie: Ran an die Bulleten - besser: an die Wurst...

[Disclaimer: Ich arbeite in einer PR-Agentur - aber nicht der von Frau Molthan oder Frau Kunze. Meine Hinweise hätte ich aber auch jedem anderen PRler gegenüber gemacht. Und ich bin sicher, dass auch ich nicht worthülsenfrei kommuniziere. Das macht diese Unart aber kein Stück besser. Wir müssen lernen, das abzustellen.]

Nachtrag: Weitere Reaktionen finden sich bei: Textdepot, Nordlichtblog und 50hz.

Montag, 11. Juni 2007

Der "Klima-Schwindel" - Lehren und Fragen

Nachtrag:
Falls es Dich interessiert, vorab einige Links zum Thema Live Earth:
- Live Earth: Ein guter Tag
- Live Earth: Nur ein Werbegag
- Live Earth: Schlechtes Klima bei N24
- Live Earth: Hirn einschalten!

und hier der ursprüngliche Beitrag:

Schaue gerade den Talk zum angeblichen Klima-Schwindel (oder Klimaschwindel?) bei RTL. Folgende Lehren und Fragen ziehe ich daraus (in der Reihenfolge, in der sie mir in den Kopf gekommen sind):

1. Lisa Fitz ist so oft geliftet, dass sich zwar ihr Mund bewegt, aber der Rest ihres Gesichtes regungslos bleibt.

2. Das Argument von Matthias Horx, "Fachidioten" lägen mit ihren Prognosen häufiger daneben als Laien, die ihren "gesunden Menschenverstand" einsetzen, wirkt zwar plump. Aber wenn ich an die Doktrinen im Wirtschaftsleben zurückdenke, die ich bereits thematisiert habe, könnte er recht haben.

3. Vor 650 Jahren gab es in England Weinbau - das muss ungefähr zur gleichen Zeit gewesen sein, als sie zum letzten Mal Fußballweltmeister geworden sind, oder?

4. Wen interessiert eigentlich die Meinung von Lisa Fitz zum Klimawandel? Wer ist überhaupt Lisa Fitz?

5. Was muss man eigentlich studieren, um "Klima-Forscher" zu werden? Wieso nimmt keiner dieser Experten an der Diskussion teil?

6. Wie ist denn tatsächlich der Stand bei den immer wieder erwähnten Themen BSE, Vogelgrippe, Waldsterben? Sind wir hier tatsächlich "über den Berg"? War alles nur Panikmache? Oder interessiert sich nur einfach im Moment niemand mehr dafür? Übrigens: Dass Lisa Fitz Aids und den Kalten Krieg mit diesen Themen in eine Reihe stellt, lässt sie nicht gerade glaubwürdiger wirken.

7. Laut Wikipedia ist Herr Horx Lobbyist.

8. Hans-Ulrich Jörges sagt, die Medien hätten in den letzten Wochen ausgewogen berichtet. Ich habe davon nichts gesehen. Ich dachte bis heute, alle seien sich zum Thema Klimawandel einig.

9. Wo kommen auf einmal die ganzen "Experten" her, die "schon immer" gesagt haben, alles sei gar nicht so schlimm.

10. Wem soll man eigentlich noch glauben? Egal, ich fahre morgen erstmal mit meinem 13 Jahre alten (klimatechnisch-kritisch), aber nur 45 PS-starken (klimatechnisch-ideal) Corsa zum Deutschen PR-Tag. Und weil ich keine Klimaanlage habe, wird das ganz schön warm.

Sonntag, 10. Juni 2007

Greenpeace und Paris Hilton

Eigentlich ist der G8-Gipfel ja schon vorbei. Und ich konnte aus besagten Gründen nicht drüber schreiben. Aber eines möchte ich doch noch sagen: Greenpeace nervt (und aus Protest verlinke ich nicht mit deren Webseite). Dieser Verein ist für mich der Inbegriff der 90er Jahre - ungefähr so wie Axl Rose. Und genau wie den, will ich auch Greenpeace nicht mehr sehen.

Ich werde echt sauer, wenn ich höre, dass mit der dusseligen Bootsaktion & Co der sachliche Protest für eine PR-Show missbraucht wird. Mit dem, was Attac oder auch Bono & Geldorf machen, kann ich leben. Aber die Greenpeace-Aktion hatte keinen politischen Sinn (der Medienblogger sieht das ähnlich (korrigiert); Franziskript sieht es anders). Denn Aufmerksamkeit für den Gipfelprotest zu generieren, kann nicht das Ziel gewesen sein - davon gab es doch ohnehin genug. Es geht wohl nur noch darum, im Fahrwasser von G8 Spender zu mobilisieren. Und mit deren Spenden sollen dann weitere sinnlose PR-Aktionen finanziert werden. Manchmal glaube ich, Paris Hilton ist weniger PR-gesteuert als Greenpeace.

Politisches Massenpublikum

Leider hatte ich an den vergangenen Tagen wenig Zeit (und Lust) auf Blogggen, sonst hätte ich Euch schon länger darauf hingewiesen: Beim Massenpublikum wurde es die letzten Tage etwas politischer - denn der Massenpublizist hat live vom G8-Protestkonzert in Rostock gebloggt. Und das wie ich finde, sehr nett - und anscheinend auch erfolgreich. Lohnt sich also auch nachträglich mal reinzuschauen.

Zu Corporate Weblogs

Sehr interessante Informationen zu den Corporate Blogs von Walthers und Frosta. Gefunden bei Connected Marketing.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Schluss mit Werbung!

Habe gerade "Google Adsense" von meiner Seite geschmissen. Erstens nerven mich diese Kästen mit Werbung, zweitens hätte es vermutlich eh bis 2020 gedauert, bis ich die 100 Dollar zusammengehabt hätte, bei denen die erste Auszahlung stattfindet. 2,21 Dollar haben sich bisher angesammelt. Ich würde sie spenden, aber sie werden ja erst dann ausgezahlt, wenn es 100 sind. Und das kann ja nicht mehr passieren, da die Werbung ja nun nicht mehr da ist... Danke an alle, die geklickt haben. Jetzt weiß ich, wie Adsense funktioniert:-)

Zu Agenturen, Falschmeldungen und einem Behindertenparkplatz

Wie eine Falschmeldung aktuell durch die Medien wandert, wurde u.a. bei Stefan Niggemeier beleuchtet. Er verweist dabei aber auch noch auf einen Text einer Ex-dpa-Mitarbeiterin, die aus dem Nähkästchen plaudert. Wirklich sehr lesenswert - übrigens auch der Rest ihres Blogs Behindertenparkplatz.

Dienstag, 5. Juni 2007

Telekom-Blitz im Olympia-Logo eingeschlagen

Es ist raus: Das Logo der olympischen Spiele 2012 in London.
Meine Interpretation: Bis vor ein paar Wochen handelte es sich bei dem Logo noch um ein Quadrat. Doch die Doping-Geständnisse im Radsport sind nicht nur in der Sportwelt, sondern auch in diesem (fast Telekom-farbenden) Logo eingeschlagen wie ein Blitz.
Bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren gut versichert sind - und das Logo bis zur Eröffnungsfeier wieder ganz ist.
(via Indiskretion Ehrensache)

So bin ich zum Bloggen gekommen

ProBloggerWorld hat vor einigen Tagen ein Blogprojekt gestartet. Thema: "Wie bist Du zum Bloggen gekommen?". Hier meine Antwort:

Als PRler ist das Bloggen natürlich auch ein Stück Vorbereitung auf den Job. In diesem Zusammenhang hat Tim meinen Weg zum Blog eigentlich gut beschrieben. Ich lese zwar schon lange Indiskretion Ehrensache, aber dennoch war ich lange Zeit skeptisch über den Sinn des Bloggens für Unternehmen. Denn genau wie nicht jedes Unternehmen eine eigene Zeitschrift braucht, braucht auch nicht jedes Unternehmen ein eigenes Weblog. Für sinnvoller habe ich es immer gehalten, die Geschehnisse in Blogs zu beobachten - und sich unter Umständen auch mal an einer Diskussion zu beteiligen, wohlgemerkt mit offenem Visier, unter richtigem Namen.

Mitte letzten Jahres habe ich den Blog hier gestartet und schnell wieder eingestellt - zu wenig Zeit. Und vor zwei Monaten habe ich dann ein zweites Mal begonnen. Grund: Mittlerweile sind Blogs für mich eine der ersten medienadäquaten Formate im Internet. Die Links zu anderen Beiträgen und die Einbettung von Videos machen Blogs zu einem überlegenen Format - im Vergleich zur "einfach online-gestellten Zeitung" oder zur Mediathek von TV-Sendern. Und als PRler kann man nur wissen, wie man ein solches Format beliefert, wenn man sich damit auskennt. Dieser Blog ist also - genau wie mein Praktikum in einer Tageszeitungsredaktion - ein Lehrmittel, das mir gute PR machen hilft.

Zudem habe ich gemerkt, wie viel mehr Spaß mir das Lesen von Weblogs im Vergleich zu klassischen Nachrichtenseiten macht. Und ich bin nicht der einzige, dem es so geht. Das bedeutet für mich, dass auch der sehr persönliche Stil aus Weblogs seinen Weg in Online-Medien finden könnte. Ich finde auch den Gedanken von Unternehmens- und Produktwebseiten, die auf Weblogs beruhen, eine reizvolle Idee - Unternehmensinfos mit aktuellem Bezug aufbereitet, geschrieben von Personen und nicht anonym. Das könnte toll werden.

Und zu guterletzt (toll, dass in Blogs die Rechtschreibung nicht so wichtig ist) glaube ich, dass Blogs ein Teil der Zukunft von PR sind. Unternehmen müssen sich immer mehr mit Microzielgruppen beschäftigen (ich übernehme mal dreist diesen Ausdruck meines Chefs - Danke, Nico), anstatt mit der Gießkanne zu arbeiten. PR ist für diese Aufgabe prädestiniert - schließlich sind Journalisten auch eine solche Zielgruppe. PRler sollten ehrlich und authentisch kommunizieren können - eine optimale Vorraussetzung für Kommunikation in der Microzielgruppe.

Ach, eines hatte ich ganz vergessen: Mir macht das Bloggen Spaß.

So, und jetzt geht's an die Lektüre all der anderen Beweggründe für's Bloggen. Die Links dazu findet Ihr bald auch hier.