Donnerstag, 31. Mai 2007

Mehr Demokratie?

Schaue gerade Maybritt Illner. Da sitzt Gerald Häfner von einem Verein namens "Mehr Demokratie e.V.". Er fragt: Wodurch ist die G8 legitimiert, Entscheidungen für die ganze Welt zu treffen? Er fordert: Die G8 soll die globalen Organisationen (sprich: Attac und Co) an den Tisch holen.

Meine Frage: Wodurch sollen denn bitte diese Organisationen legitimiert sein?

Mittwoch, 30. Mai 2007

Foto: Bill Gates trifft Steve Jobs

Anscheinend ist es nicht das erste Mal:
Foto: elblogdelswitcher

Scheiße!

Kuhroulette gibt es jetzt auch als Online-Game. Man muss allerdings nicht wissen, wo die Kuh ihren Fladen fallen lässt, sondern nur, wo sie um eine bestimmte Uhrzeit steht - schade. Das Coole: Die Kuh wird per gps geordnet. Das macht die Aktion ziemlich spacig - wie ich finde. (via Jung von Matt/Neckar Bewegungsmelder)

Dienstag, 29. Mai 2007

Diskussionsalternative: Deutsch-Englisch-Deutsch

Ich finde, es ist Zeit, Alternativen zur Rumdiskutierei zu bieten.

Hier mein Versuch:
Vielleicht haben die albernen Anglizismen-Diskussionen endlich ein Ende: Die Amis klauen uns das Handy (via PR-Kloster).

Montag, 28. Mai 2007

Oh, bin ich toll

Meinen Kommentar beim Medienblogger, den ich auch bei Don Alphonso hinterlassen habe, finde ich viel schöner als den Beitrag zum Thema, s. unten. Deshalb veröffentliche ich ihn hier auch nochmal:

"Ehrlich gesagt finde ich die ganze Diskussion ziemlich bescheuert.

Es ist irgendwie immer das Gleiche: Immer wieder verstricken sich Blogger in Diskussion über sich selbst und den eigenen Stand. Und sie merken dabei gar nicht, dass sie sich selbst in die Bedeutungslosigkeit manöwrieren. Das was heute abgeht, kann doch kein normaler Mensch verstehen.

Fakt ist doch, dass es sowohl Print als auch Online jede Menge schlecht recherchierter Artikel gibt. Und Fakt ist, Print wie Online, dass sich viele Schreiberlinge nur ungern korrigieren lassen. Es ist wohl eine Art Berufskrankheit. Schließlich sind sie ja selbst die Korrigierenden.

Zudem muss sich jemand, der sich bewusst und aus freiem Willen an die Öffentlichkeit wagt, nicht wundern, wenn auch über ihn geschrieben wird. Und Pressefotos, das ist auch kein Geheimnis, dürfen von Medien - auch von kommeziell-orientierten - eigentlich kostenlos und ohne vorherige Nachfrage verwendet werden. So handhaben wir das zumindest bei uns in der Agentur.

Also entweder habe ich irgendetwas nicht verstanden oder das Pfingstwochenende ist so lang, dass etliche Leute Langeweile und Zeit zum Diskutieren haben."

Der "Kritzler" an der Klowand

Kurz zusammengefasst: Peter Turi schreibt bei Vanity Fair über Don Alphonso, dass dieser vom Erbe seiner Eltern lebe. Daraufhin rückt Don Alphonso mit seinen Anwälten an und lässt die entsprechenden Zeilen und sein Foto löschen.
(via Medienblogger und Stefan Niggemeier)

[Korrektur. In der ersten Version dieses Beitrags
stand hier der falsche Satz: "Daraufhin fragt Stefan Niggemeier bei Turi an, warum er diese Veränderung nicht kenntlich gemacht hat. Daraufhin reagiert Peter Turi beleidigt." Diesen korrigiere ich mit:]

Stefan Niggemeier berichtet darüber, dass Turis Kolumne weitere Fehler enthalte, die trotz Hinweis nicht korrigiert worden seien. Niggemeier berichtet ferner darüber, dass er den vanityfair.de-Redaktionsleiter nach den Gründen für dieses Nicht-Korrigieren befragt habe, und sich daraufhin Turi bei ihm gemeldet habe - allerdings nur, um die beleidigte Leberwurst zu geben.

Fazit: Im Vergleich zu denen, die eigentlich wissen müssen, wie man mit Bloggern umgeht (nämlich den Bloggern selbst), hat Jean-Remy van Matt damals eine ziemlich gute Figur gemacht hat: Der hatte Blogs als Klowände des Internet bezeichnet. Dieses Zitat hatte ungewollt seine Agentur verlassen und van Matt war auf einmal selbst Opfer des Gekritzels an ebenjenen. Van Matt hatte daraufhin einen Blabla-Entschuldigungsbrief an die Blogger geschrieben. Der war zwar auch nicht ideal, weil er stellenweise - nennen wir es mal - schwülstig war. Aber was die Alphablogger abliefern, finde ich eher albern. Denn: Erstens grenzt dieses Verhalten an Zickenterror. Und zweitens werden Blogs ja eh von niemandem gelesen:-). Also regt Euch wieder ab.

Welt und Mars: Wo ist der Skandal?

Wie "Die Welt" am 24. Mai, und heute der Frosta-Blog meldet, hat Masterfoods vor einigen Wochen bekanntgegeben, dass bei der Herstellung des Schokoriegels Mars ab jetzt Fleischabfälle verwendet werden - um ein paar Tage später zurückzurudern und wieder ohne Fleisch zu produzieren.

Viel bemerkenswerter als die Geschichte an sich finde ich eigentlich den Kommentar des Welt-Redakteurs:

"Warum das Unternehmen die geänderte Rezeptur überhaupt bekannt gemacht hat, darüber konnte ein Pressesprecher keine Auskunft geben. Schließlich wurden Bounty und Twix schon seit langem mit den Fleischabfällen versetzt."

Welches Verständnis von Kommunkation hat man eigentlich bei der Welt? Für den Redakteur ist der Auslöser des Skandals nicht das Beimischen von Fleisch, sondern dessen Veröffentlichung. Ich meine: Jeder PR-Profi muss seinem Kunden oder Geschäftsführer nicht raten, sowas zu verschweigen, sondern schnellstmöglich damit aufzuhören, oder? Schließlich will niemand Fleischreste im Schokoriegel haben, oder? Ein Unternehmen wie Masterfoods sollte sich das nicht leisten. Und ein Redakteur der Welt auch nicht.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Zacken aus der Krone

Seit ich mir die Adresse christian-boelling.de gesichert habe, hinterlasse ich bei Unternehmen stets Adressen, bei denen ich weiß, wem ich sie gegeben habe - z.B. beim Unternehmen Musterfirma die Adresse musterfirma@christian-boelling.de. Vorteil: Ich weiß, wer meine Adresse zu Werbezwecken weitergibt. Aktuelles Beispiel Newsaktuell. Das Unternehmen, das eine Tochter der angesehenen dpa ist, hat meine E-Mail-Adresse an einen Dienst namens PR Professionell weitergegeben. Prinzipiell finde ich dieses Angebot schon OK. Aber ich wär halt gerne gefragt worden. Schließlich habe ich bei Newsaktuell für den Versand von Pressemitteilungen bezahlt - da will ich nicht "hintenrum" per Verkauf meiner Adressdaten ein weiteres Mal bezahlen. Aber darum soll es hier gar nicht gehen.

Bei PR Professionell bin ich auf einen sehr interessanten Fachbeitrag gestoßen - von Wirtschaftswoche-Redakteur Sebastian Matthes. Er liefert 10 PR-Gebote für Unternehmensgründer - also Regeln, die Gründer im Umgang mit Journalisten beachten sollten. Zu einer möchte ich mich dabei äußern. Denn Gründer, die diese beachten, machen zwar dem Journalisten weniger Arbeit - setzen sich aber einem vermeidbaren Risiko aus.

Hier das Gebot:
"3. Nein, wir verschicken keine Artikel!

Mal im Ernst: Wollen Sie Texte lesen, die von den handelnden Personen redigiert werden? Aber genau das verlangen viele immer wieder. Vertrauen Sie auf das Urteil Ihres Gesprächspartners und wenn Sie ihm nicht vertrauen, dann sprechen Sie gar nicht erst mit ihm! Nun hat sich in den vergangenen Jahren die Unsitte verbreitet, Zitate autorisieren zu lassen. Ok, darauf kann man sich einlassen. Aber denken Sie daran, es ist auch immer ein Zeichen dafür, dass Sie Ihrem Gesprächspartner nicht zutrauen, seine Arbeit ordentlich zu machen."

Mal im Ernst, Herr Matthes: Ein Unternehmer möchte in erster Linie Artikel lesen, die sachlich korrekt sind. Schließlich kann die Unwahrheit extreme Folgen für das Unternehmen nach sich ziehen. Zudem sagt man, wenn man nicht medienerfahren ist, manchmal Dinge, die man nicht so meint. Wenn man darauf besteht, dass man Daten und Fakten sowie wörtliche Zitate nach einem Gespräch zur Korrektur erhält, dann ist das absolut legitim. Liebe Gründer, lassen Sie sich von Journalisten nicht davon abbringen. Und liebe Journalisten, sehen Sie darin bitte keinen Vertrauensbruch. Es geht ausschließlich darum, Tatsachen korrekt darzustellen - nicht zu schönen. Zumal die Anmerkungen des Unternehmers ja ohnehin nur "Vorschläge" sind. Letztendlich sitzen die Journalisten doch eh am längeren Hebel. Wenn dann vom Unternehmen mal die ein oder andere Zahl verändert wird, wird Ihnen schon kein Zacken aus der Krone brechen.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Was du nicht willst, dass man dir tu',...

...das füg' auch keinem andern zu. So lautet ein altes deutsches Sprichwort.

Ich kann mich nur darüber wundern, wie Bild-Chef Kai Diekmann darauf besteht, dass es sich bei seinem Auto nicht um ein Luxusauto, sondern um einen Kombi handelt. Schließlich ist die Bild stets um korrekte Darstellung von Sachverhalten bemüht.

Oder wie sich Stefan Aust einfach so rausnimmt, dass sein Statement in voller Länge angedruckt wird - so, wie er es jedem Spiegel-Interviewgast zugestehen würde.

Und was schrieb Spiegel Online gestern noch gleich über den Dienstwagen, den VW-Betriebsratschef Volkert gestellt bekam? Aber klar, Stefan Aust testet solche Autos natürlich, weil er ja regelmäßig über Autos schreibt. Und im übrigen gibt er diese ja auch "normalerweise mit vollem Tank" zurück.

Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein.

Dienstag, 22. Mai 2007

Die große Redaktion im Zentrum der Stadt

Ach, wie gerne würde ich so schreiben können wie Thomas Knüwer. Dann würde ich hier eine Serie starten über eine Redaktion - mitten im Stadtzentrum. Hauptdarsteller: Horst, der umtriebige Redakteur. "Ich hab jetzt keine Zeit", ranzt er aus Prinzip jeden PRler an, der ihn anruft. Wenn man auf der Suche nach den ganz großen Stories ist, kann man sich schließlich nicht von jedem dahergelaufenem Schleimscheißer ablenken lassen. "Wir müssen uns jeden Tag neu als Meinungsmacher beweisen", lautet die Forderung von CvD Jörg und vom Leser.
Doch heute ist alles anders. Horst hat sich soeben für eine Veranstaltung von zweifelhaftem Nachrichtenwert angemeldet - nur, weil es dort vermutlich gutes Essen gibt. Grund: Er kann es sich erlauben. Denn Horst hat seine Knallernews für heute bereits gefunden. Ein ganz neues Produkt, das niemand anders anbietet:

"Möller Horcher analysiert Weblogs

Möller Horcher PR erweitert das Angebot ab sofort um Blog-Monitoring. Die Agentur erfasst für ihre Kunden in Echtzeit relevante Blog-Einträge und wertet sie quantitativ und qualitativ aus. Das systematische Beobachten der Blogosphäre ergänzt die üblichen Print- und Online-Clippings. Gerade Blog-Monitoring kann für Unternehmen als wichtiges Frühwarnsystem dienen und sich als nützliches Werkzeug beim Issues-Management erweisen. Zudem können Marketing-Verantwortliche mittels Blogeinträgen die ungefilterte Meinung ihrer Kunden kennen lernen.

Möller Horcher reagiert mit dem neuen Service auf den wachsenden Einfluss der Mikromedien auf die digitale Reputation von Unternehmen. Vor allem in IT- und internetnahen Branchen greifen Fachjournalisten bei ihren Recherchen immer wieder auf Blogs zurück. Wichtige Gründe dafür sind die Netzwerkbeziehungen zwischen Journalisten und Bloggern, die Schnelligkeit des neuen Mediums und auch das beträchtliche Expertenwissen, das in einigen spezialisierten Blogs gebündelt wird."

"Und für nächste Woche hat mir das Unternehmen eine weitere Exklusivmeldung versprochen", frohlockt Horst, als er seine Freundin zum Mit-essen bei der Veranstaltung abholt. "Die gehen ganz neue Wege: Ab Juli hat jeder Mitarbeiter ein eigenes Telefon."

Montag, 21. Mai 2007

9Live: Justiz ruft an

Statt dem Hot Button schlägt bei 9Live bald vielleicht die Justiz zu. Warum, liest Du hier, hier und hier. Oder schau's Dir gleich an:

Link: sevenload.com

Sonntag, 20. Mai 2007

Geil!

Ein anderes Wort fällt mir nicht ein zu der Idee, die Brand's new toy vorstellt. Ein interaktiver TV-Spot - aber besser umgesetzt als ich es bisher irgendwo gesehen habe. Und das sage ich nicht, weil mein Arbeitgeber nicht ganz unverbandelt ist mit den Entwicklern dieser Maßnahme. Klasse Idee. Glückwunsch an die Macher. Unbedingt ausprobieren!

Meisterlich

Stuttgart ist Meister. Das nehmen nicht nur viele Internetsurfer zum Anlass für die Google-Suche nach dem Begriff "Schade Schalke" - und landen dann bei mir (das sagt zumindest meine Statistik; herzlich willkommen!). Der Sportartikelhersteller Puma verteilte zum Meisterschaftsfinale ein öffentlichkeitswirksames "Merchandise-Produkt" (gelesen bei und Bild von Brainwash). Clevere Aktion. Hier der Beweis:

Dem "Schmuddelkind" einen Namen geben

Im Wahlkampf 1998 hatte noch die CDU die PDS als SED-Fortsetzungsorganisation bezeichnet. Heute nennt die SPD die Linkspartei unerschütterlich "PDS". Beide Male sollte über den Namen die Rückwärtsgewandtheit der politischen Inhalte ebenjener Partei demonstriert werden. Ehrlich gesagt wären mir Argumente lieber.

Samstag, 19. Mai 2007

Soll man Schwächen nennen?

Es ist wohl eine Frage des Geschmacks, ob man sich als Unternehmen nur positiv oder auch negativ von der Konkurrenz abgrenzen möchte.
Allerdings bewegt man sich bei negativen Abgrenzungen auf einem sehr schmalen Grad - wie die Webseite der PR-Agentur Conosco zeigt, auf die ich über das sehr lesenswerte PR-Kloster gestoßen bin. Die hat in der Rubrik "Die Agentur" nicht nur ihre Stärken, sondern auch die Schwächen aufgelistet. Die Idee finde ich überdenkenswert, aber die Umsetzung erzeugt bei mir seltsame Assoziationen. Denn auch, wenn ich mich selbst nicht als Fashion-Victim bezeichnen würde: Die Schwäche "Modehäuser werden an uns nicht reich" lässt mich unweigerlich an den hier denken.

Ich bin ein Alpha-Blogger!

Soeben habe ich festgestellt, dass ich bei Blogscout unter den "Top Blogs" den Platz 128 belege - und das vor Blogs, die meiner Meinung nach namhafter sind. Wie die "Top Blogs" zustandekommen, wird nicht bekannt gegeben. Die Reichweite allein kann's aber nicht sein. Da treibe ich mich unter "ferner liefen" auf Platz 1298 rum...

What a scheinheilige World

Bei "Schleichwerbung" für Medien drückt die Öffentlichkeit gerne mal ein Auge zu. Aktuell wieder der Presserat. Während die Nennung einer Biermarke beim DSF Doppelpass gerügt wurde, wurde der Hinweis auf das "Test"-Heft der Stiftung Warentest bei "V-Die Verbrauchershow" (RTL) als Hinweis auf Begleitmaterial gewertet (Quelle: Horizont).
Mich regt diese Scheinheiligkeit auf, die immer dann auftritt, wenn Journalisten über Kollegen richten müssen. Wenn etwa bild.de über Öko-Test berichtet und auf die Abo-Möglichkeit hinweist, interessiert das anscheinend niemanden. Wenn aber darauf hingewiesen würde, wo man den Testsieger kaufen kann, dann würde sicher ein Aufschrei der Empörung durch die Medien gehen.
Wie war das noch mit den Krähen und den Augen?

Bloggerkolleg 1: In Blogs Anstand lernen

Wenn Unternehmen sich mit Blogs beschäftigen, packt sie vielfach die Angst. Dabei ist die Kommunikation in Blogs eigentlich ganz einfach. Das Erfolgsrezept lautet: Anstand und Respekt. Gehen Sie mit Bloggern so um, wie Sie selbst von Unternehmen behandelt werden möchten.

Das heißt:
Glauben Sie nicht, Sie könnten Blogger an der Nase herumführen. Das gilt übrigens auch für alle anderen Zielgruppen. Bestes Beispiel dafür, dass das nicht funktionieren kann, ist die Telekom. Ganz gleich wie innovativ die "graue Post" Werbung oder PR treibt: Wenn der Kunde das Unternehmen im direkten Kontakt als "Beamten-Laden"erlebt, dann ist und bleibt es für ihn ein "Beamten-Laden".

Leider behandeln Unternehmen ihre Kunden allzu häufig wie eine anonyme Masse - nicht wie Menschen: Siehe "Dialog"-Marketing mit Postwurfsendungen und Rückantwortkarte: Ist das Dialog? Oder Beschwerdemanagement über nichtssagende Textbausteine. Möchte man selbst so behandelt werden? Wieso behandelt man dann seine Kunden so?

Sehen Sie das Web 2.0 als Trainingsplatz, auf dem Sie üben können, Ihren Kunden ernstzunehmen. Und übernehmen Sie das gelernte in der "klassischen" Kommunikation. Wer Blogger als Sparringspartner ernst nimmt, kann viel über den Umgang mit seinen Zielgruppen lernen.

Noch eine Artikelserie: Bloggerkolleg

Ich gestehe: Ich bin als PR-Berater nicht ohne Hintergedanken Blogger geworden. So wie ich damals, über ein Praktikum bei einer Tageszeitung, lernen wollte, wie Zeitungen arbeiten, möchte ich nun wirklich erleben, wie man sich als Blogger fühlt.

Dabei wird eines für mich immer klarer: Das Web 2.0 steckt noch absolut in den Kinderschuhen - auch, wenn das eine Phrase ist. Denn immernoch dreht sich in der Blogosphäre viel darum, was man darf und was man nicht darf. Es fragen sich Leute, wie man das eigene Angebot bekannter machen kann. Und wenn Blogs wirklich "Themen setzen", dann sind es meist Themen, die sie selbst betreffen - s. Jamba, Klowände und Calvin Klein.

Und noch etwas habe ich gelernt: Noch nicht einmal in den Kinderschuhen angekommen ist die PR in Web 2.0. Da gibt es die einen, die sich eifrig darum bemühen, dieses Medium für sich zu besetzen. Andere meinen, sie könnten Blogger für ihre Zwecke benutzen. Und die allermeisten, so scheint es zumindest, probieren rum und wissen nicht so recht, was sie damit anfangen sollen.

Für letztere gibt's ab jetzt hier meine digitale Einmann-Lerngruppe zum Thema "Kommunikation & Weblogs". Name: Bloggerkolleg.

Freitag, 18. Mai 2007

Es lebe die journalistische Unabhängigkeit!

Sie sind ein vieldiskutiertes Thema in der PR für Produkte und Marken: Advertorials, also Anzeigen, die so aussehen wie redaktionelle Beiträge - eigentlich gekennzeichnet durch das Wort "Anzeige" in der oberen rechten Ecke. Das Prinzip: Wenn die Redaktion nicht das schreiben will, was ich lesen will, dann schreibe ich es halt selber. Man kauft sich einen Anzeigenplatz und versucht dem Leser durch - im besten Falle gut aufbereitete - Inhalte eine interessante Information mit Produktbezug zu vermitteln.

Die Gründe für die Schaltung von Advertorials sind klar:
1. Klassische Anzeigen wirken über die Frequenz. Advertorials hingegen können auch bei einmaliger Schaltung eine Wirkung erzeugen. Sie brauchen nich unbedingt die Wiedererkennung. Sie wirken im besten Fall wie der redaktionelle Teil des Mediums.
2. Die Medien lassen immer weniger das Lancieren produktbezogener Inhalte zu. Denn die Anzeigenverkäufer wissen, dass mit Advertorials Geld zu verdienen ist.
3. PR-Maßnahmen müssen in Zeiten integrierter Kommunikation vielfach eher an den Botschaften des Kunden als an den Themen von Journalisten ausgerichtet werden. Letztere wollen aber keine werblichen Inhalte und dann bleibt häufig nur das Advertorial.

Über die mangelhafte Kennzeichnung von Advertorials regt sich Thomas Knüwer auf - genauer gesagt über eine nur als "Audi-Special" gekennzeichnete Anzeigenstrecke. Das schlimme: Sie findet sich im "Qualitätsmedium" Stern.

Auch wenn ich PR-Berater bin, muss ich Herrn Knüwer recht geben. Es kann nicht im Interesse von werbungtreibenden Unternehmen sein, dass redaktioneller Teil und Anzeigen nicht mehr korrekt getrennt werden. Denn wenn die Schleichwerbung derartige Ausmaße annimmt, dann glaubt der Verbraucher am Ende des Tages niemandem mehr - weder dem Medium, noch dem Unternehmen. Und das kann sich kein Werber allen ernstes wünschen. Eine Anzeige muss auch als solche zu erkennen sein.

Dies gilt insbesondere für "Qualitätsmedien" wie den "Stern": Oder, lieber Dr. Kundrun, meinen Sie im ernst, dass jemand Geld ausgibt für eine Ansammlung von versteckten Anzeigen?

Donnerstag, 17. Mai 2007

It's the service, stupid

Habe mir heute Essen bei einer großen Fast-Food-Kette geholt. Am Autoschalter. Alles ging sehr schnell. Aber die Unfreundlichkeit des Personals nervte mich. "Geld passend bereithalten" rief man mir noch aus dem Lautsprecher hinterher, als ich zum Abhol-Fenster fuhr. Und einen Abschiedsgruß schien man auch nicht nötig zu haben.
Als ich vor ein paar Wochen bei einem Konkurrenten war, musste ich geschlagene 15 Minuten auf meinen Burger warten. Aber da war man nett zu mir. Und als ich den Burger bekam, bot man mir noch an, als Entschädigung etwas zusätzliches kostenlos mitzunehmen. Da war ich wieder mit dem Laden versöhnt.
Und was lernen wir daraus? Beim Verkaufen ist das "wie" wichtiger als das "was" - zumindest, wenn ich der Kunde bin.

Montag, 14. Mai 2007

Blogpause bis Freitag

Hallo zusammen,

bin die nächsten Tage in Wien unterwegs. Werde nicht zum Bloggen kommen. Bevor ich dann wieder anfange, werde ich auch mal in die Antworten hierzu reinschauen. Bin ja mal gespannt...

Küss die Hand,

Christian

P.S.: Für die Zwischenzeit empfehle ich die relaunchte zeit.de, insbesondere den Zeit Zünder.

Daimler ohne Chrysler

Da soll noch jemand sagen, die Wirtschaft arbeite viel effektiver als die Politik. Beispiel: Automobilindustrie. In den 80ern "musste" man sich möglichst breit aufstellen, bloß nicht allein auf Autos setzen - damit man nicht mit der Branche zugrunde geht. In den 90ern "musste" man sich möglichst auf Autos focussieren, um Synergien zu schaffen. Und jetzt machen sich die Konzerne gerade bereit für die nächste Welle von Management-Ideen. Aus DaimlerChrysler wird die Daimler AG. Wer zahlt? Die Aktionäre. Und ich bin froh darüber, dass ich keiner bin.

Warschauer Grand Pix Pakt?

Zur angeblichen Ostblock-Verschwörung beim Eurovision Song Contest: Das Ergebnis ohne die "Ost-Stimmen":gefunden bei Stefan Niggemeier, und der wiederum beim Bildblog.

Phrasenalarm

Bedrückend: Für den Satz "Second live ist in aller Munde" gibt es bei google mittlerweile 1.030 Suchergebnisse. Ich sage: Second live ist in aller Munde - aber auf kaum einem Computer, zumindest nicht länger als einen Tag... (Inspired by Olaf Kohlbrück)

Sonntag, 13. Mai 2007

Flens mit ohne

Flensburger Pilsener gibt es jetzt auch ohne! Ohne Alkohol? Ja und Nein. Denn eigentlich ist es "ohne alles". Flensburger Mineralwasser. Angereichert mit Kohlensäure. (Bild und Info kommen vom Shopblogger. Ich hoffe, ich darf das...)
Was soll man nun davon halten? Ich weiß, dass Krombacher mit Felsquellwasser (und einem See, in dem man nicht den geringsten Felsen sieht) wirbt und Bitburger nun auch. Vielleicht ist in Bitburger Pilsener ja sogar Gerolsteiner Mineralwasser - schließlich gehören die zusammen. Ich weiß auch, dass die Idee mit dem Wasser markenführungstechnisch durchaus sinnvoll ist: Wenn das Wasser schon so toll ist, wieso verkauft man es dann nicht auch ohne Bier.
Aber:
1. Ich habe Flensburger bislang nie über Wasserqualität sprechen sehen. Für Krombacher wäre das ja ein denkbares Produkt, aber für Flensburger?
2. Als gelegentlich-passionierter Biertrinker dulde ich bei meinen Mittrinker alles, aber keine alkoholfreien Produkte. Ich meine: Schon ein Clausthaler-Trinker ist eigentlich doch ein "Weichei". Und jetzt bringt die - für mich - herbeste und männlichste aller Biermarken ein Mineralwasser raus? Das finde ich nicht gut.
3. Auch, wenn jede Biermarke von Wasser erzählt, heißt das noch lange nicht, dass ich dieses Wasser pur trinken will. Wenn McDonald's was über Salat erzählt, finde ich das ja auch nur gut wegen dem RoyalTS.
4. Der Markt für Mineralwasser ist so hart, dass die Marktchancen meiner Meinung nach gleich null sind.
Deshalb: Dieses Produkt ist höchstens was für Pressemitteilungen und Werbemittel. Auch im Internet-Shop soll man es wegen mir verkaufen. Aber von einer Markteinführung im Sinne von "Verkaufen in wirklichen Geschäften" würde ich abraten. Aber mich fragt ja niemand...

Ich gebe ab an die Werbung

Nachdem ich ja jetzt - Achtung, Ironie! - schon seit Ewigkeiten Teil der Blogosphäre bin, möchte ich endlich auch Geld damit verdienen. Doch wie geht das? Ich probiere ab heute "Google Adsense" aus - siehe die Anzeige oberhalb des obersten Textbeitrags. Ich darf Euch nicht auffordern, darauf zu klicken - steht in den Adsense Programmrichtlinien -, aber Geld gibt's nur, wenn das jemand macht. In den Richtlinien steht übrigens auch, dass man einen Scheck über die Erlöse erhält, sobald man mehr als 100 US-Dollar verdient hat. Leider weiß ich aber gar nicht, wie oft dazu geklickt werden muss. Es gibt nur eine Möglichkeit, das heraus zu finden:-)

Schade, Schalke, alles ist vorbei

Habe heute in der ARD bei "Kopfball" gelernt, wie die Verzögerung von TV-Sendungen via Satellit im Unterschied zur Hausantenne zustandekommt. Es ist nämlich nicht der Weg zwischen Erde, Satellit und wieder zurück - den legt das Rundfunksignal in Lichtgeschwindigkeit zurück. In Wirklichkeit ist die Digital-Kompremierung und -Dekomprimierung "Schuld" am zeitlich Vorspung der technisch veralteten Methode. Wie dem auch sei: Man kann nur hoffen, dass die Videoleinwand "auf Schalke" am 19. Mai 2001 einen Sateliten- und keinen Antennen-Anschluss hatte. Denn für die Fans ist jede Sekunde als Deutscher Meister "Gold" wert - schließlich werden sie es nicht so schnell wieder sein...

Freitag, 11. Mai 2007

Ist das so? Ich meine: Muss das so?

Muss es mich wundern, wenn zu den Top-Suchbegriffen bei Technorati "google" gehört?

"Top Searches

1. ron paul
2. youtube
3. myspace
4. galilea montijo
5. joost
6. paris hilton
7. michael buble
8. videos
9. google
10. american idol"

Und was nun?

Gestern habe ich mal wieder gelernt, was ich schon lange wusste: Die Perspektive bestimmt die Sicht:
1. Keine Fernreisen mehr, um die Umwelt zu retten? Ganz falsch, so Dirk Maxeiner und Michael Miersch in der Sendung "Quer" beim BR. Schließlich verhindern nur Touristen, dass nahezu unberührte Natur in der dritten Welt nicht zur Landwirtschaft kultiviert wird.
2. Wenn wir weiterhin so viel Wasser einsparen, funktioniert unsere Kanalisation gar nicht mehr. Deshalb müssen die Stadtwerke bereits jetzt große Mengen Wasser "nachspülen". Das Einsparen könnte man sich also auch sparen.
3. Dass Regenwald für "Bio-Sprit-Plantagen" gerodet wird, ging ja in der letzten Woche bereits durch den Blätterwald.

Erkenntnis: Egal, wie man's macht, man macht es falsch. Und das erkennt auch Malte vom Spreeblick.

Ich bin nicht dick!

Der Gute-Laune-Macher zum Wochenende: Laut
weirdconverter.com habe ich nicht mal ein Viertel des Gewichts eines männlichen Eisbären. Und Knut finden doch auch alle süß.

Montag, 7. Mai 2007

Wer einmal lügt,...

...der lügt einmal. Aber wer einige Male blöde Aktionen macht, dem glaubt man nicht, dass er beim nächsten Mal nicht wieder eine genauso blöde Aktion macht. Deshalb steht StudiVZ mal wieder ganz schön unter Beschuss wegen eines internen Konzeptes, das auf unerklärliche Weise den Weg zu einem Blogger gefunden hat. Und nun wird fleißig dementiert.

Liebe StudiVZs, sollten Sie eine PR-Agentur für Krisen-PR suchen, schreiben Sie mir einfach eine E-Mail.

Nachtrag: Wonko erklärt, warum SchuelerVZ nicht funktionieren kann. Ich muss sagen: Ganz unrecht hat er nicht...

Taxi GEZahlt

Ja, ich zahle GEZ. 17,03 Euro pro Monat, oder wie mir die GEZ netterweise direkt errechnet hat: 51,09 Euro in drei Monaten. Und ich weiß ja seit langem, dass nicht jeder Euro von den Sendern wirklich sinnvoll investiert wird. Aber die Zahlungen der letzten ca. 11 Monate hätte ich mir sparen können. Denn die 195,- Euro, die sich in dieser Zeit angesammelt haben, sind - im günstigsten Fall - der Betrag, den im ZDF jemand verschwendet hat, um per dpa-Ticker ein Taxi zu bestellen. Na ja, ich hoffe, dass wenigstens eines gekommen ist.
Quelle: Das Letzte - das dwdl-Redaktionsblog.

Die Marke leben

Historia ist ein Unternehmen, das alte Zeitungen, Weine und andere Raritäten verkauft. Damit kann man nicht nur Freunden und Bekannten, sondern auch sich selbst eine Freude machen. Zum Beispiel mit einer Zeitung vom Tag der eigenen Geburt. Ist ja nicht uninteressant, was "sonst noch" passierte. Oder mit einer Flasche Wein aus dem Hochzeitsjahr. Oder, wie das Unternehmen selbst, mit alten Briefmarken der französischen Post. Die sind nämlich nicht nur anscheinend noch gültig, sondern passen auch ideal zum "historischen" Produkt des Unternehmens. Ich finde: Erst an solchen Details erkennt man, ob jemand seine Marke lebt! Bitte Bild groß klicken.

Danke für den Hinweis, Christoph.

Sonntag, 6. Mai 2007

Mein Senf zu "Wo seid Ihr"?

Die FAZ hat einen Artikel über Blogger geschrieben. Viele haben dazu schon ihren Senf abgegeben. Ich habe mich dazu bei turi2 geäußert. Hier der Text:

"Hallo Herr Turi,

für mich ist es nicht die Aufgabe von Bloggern, eine Alternative zu klassischen Journalisten zu werden. Denn dazu haben sie gar nicht die Möglichkeiten. Schließlich fehlen ihnen die Recherche-Möglichkeiten und meistens auch die Zeit, denn die meisten von uns haben ja noch einen vernünftigen Jobs.

Was Weblogs leisten, ist 1. Zusammenstellung von verschiedenen Quellen durch Links (klassischen Medien können oder wollen ja keine Links setzen, um nicht für jemand anderen zu werben) und 2. eine Meinung dazu abzugeben.

Das heißt konkret: Wenn man einen Weblog-Eintrag zu einem "ernsten Thema" macht, dann kann man darin auf andere Artikel verlinken (z.B. von Zeit.de, faz.net etc) und seine Meinung dazu geben. Und durch diese Vorgehensweise hat mir der Blog einen im besten Falle umfassenden Überblick über die veröffentlichte Meinung gegeben - eine Vorsortierung quasi. Und das machen die Weblogs meines Vertrauens besser, als google das gemacht hat - mit dem habe ich ja vorher die Medien ausgewählt, die ich zu einem Thema "konsultiere".

Das, was sich Herr Staun wünscht, wird meiner Ansicht nach, mit den Onlinemedien wie spiegel.de/sueddeutsche.de passieren. In Zukunft werden die Kommentare dort hoffentlich so ernst genommen, dass sich auch der Redakteur erbarmt, mal mitzudiskutieren.

Schönen Abend wünsche ich,

Christian"

Samstag, 5. Mai 2007

RTL macht einen auf 9Live

Was Stefan Niggemeier heute in seinen Blog schreibt, ist mir auch schon durch den Kopf gegangen: RTL hat Max Buskohl nur deshalb gebeten, erst nach dem DSDS-Viertelfinale zurückzutreten, damit man noch Kohle mit den votenden Anrufern scheffeln kann. Denn einen anderen Grund gibt es für dieses Verhalten nicht. Ich wusste leider nicht, was ich mit dieser Erkenntnis machen sollte. Aber wenn Herr Niggemeier sie postet, dann möchte ich auch dazu beitragen, dass "der Sprengstoff explodiert"...

Was mir ähnlich seltsam vorkam, war: Eigentlich zählten bei den Mottoshows ja nur die Stimmen, die nach dem Ende aller Performances - also zwischen Motto-Show und Entscheidungsshow - abgegeben wurden. Trotzdem wurden die Nummern schon während der Motto-Show dauernd durchgesagt. Mich würde mal interessieren, wie viel Kohle RTL schon während der Shows eingenommen hat - mit Anrufen, die gar nichts ausgerichtet haben.

Bloggen für die Listung

Vielleicht sollte ich Euch mal erzählen, dass ich es beruflich schwerpunktmäßig mit Getränken zu tun habe: Ich habe es beruflich schwerpunktmäßig mit Getränken zu tun. Und wenn man bloggt und es mit Getränken zu tun hat, kennt man natürlich den Saftblog.
Bis letzte Woche habe ich immer gedacht: Ist ja schön und gut, dass die Walthers nun ein paar Kartons Saft zusätzlich verkaufen. Aber dann ging ich in Unterhaching in den Supermarkt Simmel und sah auf einmal die Saftboxen von Walthers Saftblog. Und das ist keineswegs verständlich. Schließlich liegen zwischen Unterhaching und Arnsdorf schlappe 500 km. Unterhaching zählt also sicherlich nicht zum Kernabsatzgebiet. Und wer die Branche kennt, der weiß: Man muss als Unternehmen schon gute Argumente haben, um gelistet zu werden - entweder enorme Nachfrage oder Geld oder beides. Und Geld, um bis nach Unterhaching gelistet zu werden, hat Walthers sicherlich nicht. Ich würde also mal tippen, dass Herr Simmel Weblogs liest. Herzlichen Glückwunsch, Ihr Saftblogger.

Bohlen: Nicht nur seine Musik ist Schrott

Ich mag Axe. Es gibt wenig Marken, die ich ohne zu überlegen, immer kaufe. Aber bei Axe mache ich das. Selbst, wenn mir klar ist, dass Anti-Hangover vermutlich nach dem Kater keine andere Wirkung als normales Duschgel hat. Ohnehin ist da das Wasser vermutlich wichtiger. Aber die Marke finde ich super. Die einzige Männerpflegemarke, die mich versteht.

Wie dem auch sei, nach den Trikots von Podolski und Clicker kommt nun eine weitere coole PR-Aktion: Axe hat die Sonnenbank von DSDS Juror Dieter Bohlen (ein Asi-Toaster im wahrsten Sinne des Wortes) ersteigert und an einem Kran in Hamburg aufgehängt. Die Kunden konnten per SMS entscheiden, ob sie zerstört oder zugunsten eines guten Zwecks versteigert werden sollte. Für den Fall der Zerstörung wollte Axe aus der eigenen Kasse für den guten Zweck spenden.

Das Ergebnis ist raus: Nun ist sie zerstört und - hier der Link zum Produkt - das ist auch kein Problem. Denn Axe hat ja eine neue Bräunungscreme für Männer.

Eine wirklich schöne Aktion.

Kleinbloggersdorf Hartreim Projekt

Wusste ich gar nicht: Moses Pelham bloggt. Und das schon seit 2004. Eben Old-School.

Joost - Chip ist skeptisch

Erst dachte ich, es sei der ehemalige designierte Bundeswirtschaftsminister gemeint. Aber in Wirklichkeit ist Joost das neue Tool der Erfinder von Kazaa und Skype. Über das Internet kann man kostenlos fernsehen - und zwar in Top-Qualität sowie, wer's mag, zeitversetzt. Finanziert wird das Ganze über Werbung. Für schonende Nutzung der Joost-Server sorgt die Peer-2-Peer-Technik, die auch bei Skype und Kazaa zum Einsatz kommt. Die Daten werden nicht vom Server zum Rechner, sondern von Rechner zu Rechner übertragen. So ist jeder Empfänger gleichzeitig Sender und die ganze Sendelast wird auf alle User verteilt. Soweit die Theorie. Von der Praxis ist zumindest chip.de noch nicht unbedingt überzeugt. Grund: Das magere Programmangebot. Aber vielleicht wird es ja nach der Betaphase besser. Ausprobieren kann übrigens nur der, der dazu eingeladen wird - wie "damals" bei Gmail.


Freitag, 4. Mai 2007

Animierte Ösen

Einfach schön finde ich, dass ich heute den Blog von Stefan Niggemeier kennengelernt habe. Ich gebe zu, dass ich ziemlich spät bin. Schließlich ist er bereits eine große Nummer unter den Medienblogs. Wie dem auch sei: Endlich mal jemand, der zeigt, mit welchen Methoden 9Live, DSF und Konsorten arbeiten. Und die Bezeichnung für die "Moderatorinnen", die ich hier aus rechtlichen Gründen nicht nenne, ist eine erste schöne Rache. Weiter so, Herr Niggemeier.

KarstadtSport mit drittem "S"

KarstadtSport heißt bald KarstadtSports. Ich dachte erst, das hört sich lächerlich an. Und ich bin mir sicher, dass diverse Sprach-Faschisten wieder über die "Anglizismen" und die angebliche Verarmung unserer Kultur jammern - obwohl doch bestehender Wortschatz + ein Wort rein rechnerisch eine Bereicherung ist. Aber ich will diese Diskussion hier nicht weiterführen. Jedenfalls finde ich den Namen echt gut. Denn das Lehnwort Sports sagt im Deutschen tatsächlich viel mehr aus als Sport - es umfasst auch sportliche Mode. Gratuliere Karstadt, ähhm Arcandor, das war eine gute Entscheidung.

Mittwoch, 2. Mai 2007

Die Überschrift des Tages

Soeben las ich bei wuv.de einen Artikel darüber, dass die Agentur Butter den Werbeetat der Hamburger SPD gewonnen hat. Das ist die Agentur, die Herrn Schröder im verlorenen Wahlkampf das wirklich schöne (und unique) gold, anstelle des langweiligen blaus auf den Rückwänden verkauft hat.
Wie dem auch sei, ich kann nicht anders. Meine Damen und Herren, hier mein Vorschlag für die Überschrift zu dieser Nachricht: Butter bei die SPD-Fischköppe...

Bild-Boykott rettet die Welt

Die Rettung der Erde kostet jeden Deutschen 60 Euro, so berichtet zumindest die BILD.

Wie wir die Einsparen, ist klar: Vier Monate keine BILD kaufen. Dabei wird die Welt von allein a Stückerl besser...

Dienstag, 1. Mai 2007

DSDS: Francisca Urio, Lisa Bund, Martin Stosch und Mark Medlock

Francisca Urio raus, Lisa Bund raus - und Max Buskohl sowieso. Bei DSDS entscheidet, so zumindest die Meinung vieler Zuschauer, nicht mehr die gesangliche Qualität, sondern, wie man die "kleinen Mädels" am besten von sich überzeugt. Off the record fordert deshalb gar, die Publikumsabstimmungen abzuschaffen - und nur die Jury entscheiden zu lassen.

Liebes off the record Team: Mal ganz abgesehen davon, dass die Anrufe RTL eine ganze Menge Kohle bringen. Man kann die Demokratie nicht abschaffen, nur weil etwas gewählt wird, was ich nicht gut finde. Meiner Meinung nach würden sich gute Kandidaten auch beim Zuschauer durchsetzen. Aber Francisca Urio war stimmlich nicht von anderen Balladen-Sängerinnen zu unterscheiden und Lisa Bund hat sich durch ihr Divenverhalten disqualifiziert. Dass Martin Stosch noch drin ist, liegt nur am Mangel an Alternativen. Die werden von Staffel zu Staffel schlechter. Und Mark ist tatsächlich der beste - der Einäugige unter Blinden.

Clevere Weblog PR?

Robert Basic berichtet über ein Internet-Magazin, das ihm einen Deal vorgeschlagen hat: Das Magazin möchte auf Basicthinking verlinken, wenn er ebenfalls das Magazin in seine Links aufnimmt. So als würde die Ahauser Zeitung der Süddeutschen Zeitung einen Linktausch anbieten.
Wie dem auch sei: Mich erinnert das an die Attitüde, mit der es einige Anzeigenverkäufer kleiner Nischenzeitschriften immer wieder versuchen: Auch, wenn unsere Auflage unter 1.000 liegt, ist eine Anzeige bei uns für Dich DIE Chance, die Umsätze Deines Lebens zu generieren. Dabei gibt es doch auch ganz ehrliche gute Argumente für diese Medien: Man erreicht mit kleinen Medien eine kleine, aber unter Umständen für einige Kunden wichtige Zielgruppe. Und das kann es auch Wert sein, eine Anzeige zu schalten. Das würde die Gespräche sehr viel glaubwürdiger machen.
Und genau das, also Glaubwürdigkeit, empfehle ich auch dem Dingenskirchen-Magazin: Überzeugt Herrn Basic von Euerm tollen Content. Und wenn es ihm gefällt, wird er Euch vielleicht auch namentlich erwähnen...