Meinen Kommentar beim Medienblogger, den ich auch bei Don Alphonso hinterlassen habe, finde ich viel schöner als den Beitrag zum Thema, s. unten. Deshalb veröffentliche ich ihn hier auch nochmal:
"Ehrlich gesagt finde ich die ganze Diskussion ziemlich bescheuert.
Es ist irgendwie immer das Gleiche: Immer wieder verstricken sich Blogger in Diskussion über sich selbst und den eigenen Stand. Und sie merken dabei gar nicht, dass sie sich selbst in die Bedeutungslosigkeit manöwrieren. Das was heute abgeht, kann doch kein normaler Mensch verstehen.
Fakt ist doch, dass es sowohl Print als auch Online jede Menge schlecht recherchierter Artikel gibt. Und Fakt ist, Print wie Online, dass sich viele Schreiberlinge nur ungern korrigieren lassen. Es ist wohl eine Art Berufskrankheit. Schließlich sind sie ja selbst die Korrigierenden.
Zudem muss sich jemand, der sich bewusst und aus freiem Willen an die Öffentlichkeit wagt, nicht wundern, wenn auch über ihn geschrieben wird. Und Pressefotos, das ist auch kein Geheimnis, dürfen von Medien - auch von kommeziell-orientierten - eigentlich kostenlos und ohne vorherige Nachfrage verwendet werden. So handhaben wir das zumindest bei uns in der Agentur.
Also entweder habe ich irgendetwas nicht verstanden oder das Pfingstwochenende ist so lang, dass etliche Leute Langeweile und Zeit zum Diskutieren haben."
"Hallo Herr Turi,
für mich ist es nicht die Aufgabe von Bloggern, eine Alternative zu klassischen Journalisten zu werden. Denn dazu haben sie gar nicht die Möglichkeiten. Schließlich fehlen ihnen die Recherche-Möglichkeiten und meistens auch die Zeit, denn die meisten von uns haben ja noch einen vernünftigen Jobs.
Was Weblogs leisten, ist 1. Zusammenstellung von verschiedenen Quellen durch Links (klassischen Medien können oder wollen ja keine Links setzen, um nicht für jemand anderen zu werben) und 2. eine Meinung dazu abzugeben.
Das heißt konkret: Wenn man einen Weblog-Eintrag zu einem "ernsten Thema" macht, dann kann man darin auf andere Artikel verlinken (z.B. von Zeit.de, faz.net etc) und seine Meinung dazu geben. Und durch diese Vorgehensweise hat mir der Blog einen im besten Falle umfassenden Überblick über die veröffentlichte Meinung gegeben - eine Vorsortierung quasi. Und das machen die Weblogs meines Vertrauens besser, als google das gemacht hat - mit dem habe ich ja vorher die Medien ausgewählt, die ich zu einem Thema "konsultiere".
Das, was sich Herr Staun wünscht, wird meiner Ansicht nach, mit den Onlinemedien wie spiegel.de/sueddeutsche.de passieren. In Zukunft werden die Kommentare dort hoffentlich so ernst genommen, dass sich auch der Redakteur erbarmt, mal mitzudiskutieren.
Schönen Abend wünsche ich,
Christian"