Olaf Kolbrück bloggt bei "off the record" heute zur Frage, ob klassische Verlage den Bloggern das Wasser abgraben werden. Ich habe einen Kommentar abgegeben - und zwar den hier:
"Hallo zusammen,
eine sehr schöne Diskussion ist das hier.
Meine Meinung zum Eintrag ist “ja” und “nein”. Ja, klassische Medienunternehmen werden sicherlich verstärkt auf Blogs setzen. Für mich sind Blogs die erste, dem Medium Internet angemessene, Form des “Journalismus” (im weitesten Sinne): Der persönliche, kurze und mit Links zu weiteren passenden Inhalten sind DAS Format für den Online-Journalismus. Im Moment wird zu oft ein Möchtegern-Print-Text als Onlinetext verkauft. Doch online lese zumindest ich anders und den Blog empfinde ich als Antwort auf diese Lesegewohnheiten. Und das werden auch die klassischen Medienhäuser erkennen. Ob Blogs dabei von Einzelpersonen oder Gruppen von Redakteuren geschrieben werden, spielt keine Rolle - zumindest nicht für mich. Der Blog ist die Marke, nicht der Blogger - so wie bei anderen Medien auch.
Aber: Nein, Blogger müssen deshalb keine Angst um ihren “Job” haben. Denn “normale” Journalisten können nicht bloggen. Sie können nicht, weil sie nicht wollen. Weil klassische Journalisten ihren Lesern keine Fragen stellen, sondern Aussagen tätigen. Sie wollen keine Diskussion, denn sie haben ja so gut recherchiert, dass sie recht haben - das meinen sie zumindest. Solche Redakteure können nicht bloggen. Und deshalb werden die Verlage Blogger engagieren und nicht ihre Redakteure zu Bloggern machen. Und deshalb blüht einem guten Blogger eine sehr positive Zukunft. Auch Ihnen, Herr Kolbrück."