Sind Blogger für Unternehmen relevant?
Ich mache mir in den letzten Wochen immer wieder Gedanken über eine Frage: Müssen sich Unternehmen mit Bloggern beschäftigen? Oder sollen sie sie links liegen lassen?
Wenn man bei einschlägigen Fachblogs liest, würde man schnell meinen: Klar, wir haben die Chance, unsere Kunden kennenzulernen. Das müssen wir nutzen. Aber wenn man dort liest, wird auch schnell klar, warum sie das sagen: Sie leben davon. Dabei bleiben Fragen offen: Wer soll das bezahlen? Und warum?
Nehmen wir doch mal an, wir stellen Schokoriegel her. Was bringt es uns da, Blogger Karl zu erklären, warum der Riegel so viel Zucker enthält. Erkundigt sich jemand vor dem Kauf eines Schokoriegels im Internet? Und selbst für einen Hersteller von Autos, vor dem Autokauf schaut man schon eher ins Netz: Muss ich mich auf jeden Wichtigtuer antworten? Und sind Blogger nicht eine viel zu kleine Zielgruppe als dass ich Geld in einen Dialog mit ihnen stecken muss?
Ich glaube, als Unternehmen sollte man sich sehr gut überlegen, wie viel Geld man in Blogger Relations investiert. Monitoring sollte natürlich drin sein. Aber einmischen sollte man sich nur dann, wenn man ein Produkt hat, über das sich Kunden im Internet informieren. Und einmischen sollte man sich dann auch nur in den Blogs, die bei Google unter den Top-Ergebnissen zu meinem Thema zählen. Denn ganz ehrlich: Die Chance, dass es eine Diskussion über ein Produkt aus der Blogosphäre in die klassischen Medien schafft, ist gleich Null. Es gibt dafür, soweit ich weiß, in Deutschland kein Beispiel. Und Blogger als Konsumenten-Zielgruppe für ein Produkt abseits des IT-Branche lohnen sich nur für sehr kleine Unternehmen - wie MyMuesli oder die Saftkelterei Walther.
Was meint Ihr?
