Montag, 17. Dezember 2007

Internet - Nein, danke!

Es ist erstaunlich. Alle sprechen vom Internet, doch niemand will rein. Diese Erfahrung mache ich zumindest immer mehr mit PR-Kunden. Denn obwohl sich alle einig sind, dass die mediale Zukunft im Web stattfindet, ist Print in zumindest meinem Umfeld immer noch das Entscheidende. Ein Internet Clipping ist nicht halbsoviel wert wie eines im verwandten Printmedium - das gilt von der FAZ bis zur Freundin, vom Horizont bis zur Bäckerblume (gibt's die überhaupt im Web).

Woran liegt das, habe ich mich gefragt und bin zu den beiden folgenden Antworten gekommen:

- Qualität. Keines der großen Medien schafft es, die Qualität aus der Printausgabe online zu erreichen. Dabei böten sich doch so viele Chancen, z.B. ein Unternehmensportrait mit Material anzureichern. Stattdessen sieht man sieht man auf den meisten Seiten nur aktuelles von der dpa oder PR-Material.
- Anmutung. Viele redaktionelle sehen weit schlechter aus als ihre Printkollegen. Schade, dass selbst Webseiten wie die der Zeit so austauschbar aussehen. Das sieht nach Masse aus, aber nicht nach Klasse.Hauptsache das cms ist einfach zu bedienen. Wer braucht schon einen Art Director?

Eigentlich sind diese Punkte doch nicht unlösbar, oder? Und neu sind sie schon gar nicht. Wieso schafft es anscheinend niemand, diese in Ergebnisse umzumünzen.

Was meint Ihr? Gibt es vielleicht doch Medienwebseiten, die ans Printoriginal heranzureichen und ich hab's nur noch nicht gesehen?

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