Samstag, 8. Dezember 2007

Bremer, die nichts gegen Hamburger haben

Jetzt nutze ich mal die gefühlten fünf Stunden, die die Sportschau braucht, um zur Sache zu kommen (wieso schalte ich eigentlich immernoch um 18 Uhr ein, obwohl ich doch weiß, dass es ohnehin erst um 18.30 Uhr losgeht?), um Euch einen Blog vorzustellen: Den Bremer Sprachblog.

Dorthin möchte ich vor allem diejenigen unter Euch verweisen, die meinen, wer Bastian Sick liest, erweitere sein Wissen. Oder diejenigen, die sich als Sprachschützer bezeichnen und von Anglizismen und vom Denglischen sprechen.

Ihr solltet wissen: Eigentlich dürftet Ihr nicht hier sein - schließlich ist nicht nur die Sprache eine schützenswerte kulturelle Errungenschaft, sondern auch eine Menge anderer Dinge. Beispiele: Mit Eurer Computernutzung zerstört Ihr die gute alte Schreibmaschine. Und den Bleisatz. Und ihr solltet auch aus Eurem Haus ausziehen. Schließlich gerät die Millionen-Jahre-alte menschliche Tradition, nämlich auf den Bäumen zu wohnen, durch den Bau von Häusern völlig in Vergessenheit.

Meine Gedanken sind abwegig? Dann schaut Euch doch mal Eure an! Sprache ist ein Werkzeug, das sich weiterentwickelt - wie die Schreibmaschine. Sie wird sich immer entwickeln - abhängig von neuen Technologien, die neue Wörter mitbringen; oder auch durch internationale Vernetzung; oder durch viele andere Faktoren.

Als ersten Schritt auf den Weg der Erkenntnis, könnt Ihr hier nachlesen, wieso "'Sinn machen' kein Vorbote der sprachlichen Apokalypse ist" (Zitat der verlinkten Seite).

Und ich schau jetzt Sportschau und rege mich wieder ab...

blog comments powered by Disqus