"Maingold" geht in den Untergrund
Ich habe gerade in der Blogbar gelesen, warum "Maingold" seinen Blog aufgibt. Nach einem kurzen "Ja, stimmt!" las ich dann die Replik von Robert Basic. Dabei ist mir klar geworden: Der Beitrag von Maingold ist zwar sachlich korrekt, aber das was er kritisiert, ist Nebenwirkung der Demokratisierung öffentlicher Meinungsbildung. Und wer diese Nebenwirkungen kritisiert, stellt die Meinungsbildungs-Demokratie insgesamt in Frage. Das wiederum kann ich nicht unterstützen. Als Beweis für meine These, habe ich ein paar Blog-Begriffe durch Demokratie-Begriffe ersetzt:
"[...] Demokratische Diskurse [statt: Blogs] haben mich in letzter Zeit immer mehr regelrecht gelangweilt und sogar angeekelt. Natürlich nicht alle, aber ziemlich viele, sozusagen die meisten.
Die so called Demokratie [statt: Blogosphäre] wimmelt von widerlichen, nichtssagenden Selbstdarstellern, nerdigen Sesselfurzern die außer ihrer langweiligen Meinung [statt: ihrem langweiligen Blog] nichts anderes haben, einer großen Menge Speichelleckern und Jubelpersern und den besonders widerlichen Parteisoldaten [statt: SEO und Linkhuren], mit welchen ich ganz einfach nicht mehr in einen Topf geworfen werden möchte.
Ich möchte nicht mehr dieser „Demokratie“ [statt: "Blogosphäre"] angehören und ich möchte kein Demokrat mehr sein. Warum nicht? Weil ich mit den meisten Personen dieser Schublade im realen Leben noch nicht mal ein Bier trinken gehen würde. Weil wir keine Gemeinsamkeiten haben, weil ich viele von ihnen abgrundtief zu hassen gelernt habe. [...]"
