sueddeutsche.de schnibbelt an Westerwelle rum
Was macht man aus einem Interview, in dem eigentlich nichts interessantes gesagt wurde? Wegschmeißen? Nein, das ist doch viel zu schade. Wenn man hier und da was wegschneidet wird schließlich auch bei Texten aus "langweilig" "sexy".
Das denkt sich zumindest die Redaktion von sueddeutsche.de. Dort war am Samstag Interview mit dem FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle zu finden. Zitat:
"SZ: Sie sagen, wo es langgeht?
Westerwelle: Ich sage zumindest, wo es meiner Meinung nach langgehen sollte. Dem folgt manchmal ein schwieriger Diskussionsprozess. Am Schluss kommt es darauf an, dass man in heiklen Situationen den Mut hat, als Vorsitzender aus der Deckung zu gehen - bei vollem Risiko."
Ich darf zusammenfassen: Nein, Westerwelle sagt nicht, wo es langgeht - sondern äußert nur seine Meinung und dann wird diskutiert. Ein ganz normaler Vorgang also. Aber wer will schon was Normales lesen. Dem Artikel fehlt die News. Doch mit einem "soll" statt "sollte" und einem weggelassenen "meiner Meinung nach" wird aus "Hund beißt Mann" zumindest ein bisschen "Mann beißt Hund":
