Sonntag, 29. Juli 2007

Von der Tagesschau lernen

Regelmäßige Leser dieses Blogs werden es wissen: Meiner Meinung nach verzeihen aufgeklärte Konsumenten Marken und Unternehmen durchaus mal einen Fehler - wenn der Fehler freundlich eingestanden und unkompliziert behoben wird. So hatte mein Handy vor einigen Monaten einen Garantieschaden. Das fand ich nicht gut. Aber O2 hat mir angeboten, bei mir auf der Arbeit vorbeizukommen, das Handy gegen ein Neues auszutauschen - damit ich keine Sekunde darauf verzichten muss*. Das war ein toller Service. Und mein Verhältnis zu O2 war nach diesem Vorfall besser als davor**.

Der Gag muss sein. Watt'n Fall!
Ähnlich geht es mir jetzt mit der Tagesschau. Die wurde vor einigen Tagen berechtigterweise kritisiert, weil sie den "Vattenfall-Europe"-Chef zum Europa-Chef von Vattenfall gemacht hat; was nicht korrekt ist, da z.B. Polen bei Vattenfall nicht zu "Europe" gehört. Kein großes Ding. Aber dennoch sollte man von der Tagesschau erwarten, dass sie so einen Fehler nicht macht.
Das wichtigste bei Fehlern: Offenheit!
Jedenfalls hat Thomas Hinrichs nun im Tagesschau-Blog erklärt, mit welchem Mechanismus solche Fehler normalerweise bei der Tagesschau verhindert werden sollen - dass dieser aber in diesem Fall nicht gegriffen hat. Ein toller - und längst nicht selbstverständlicher - Umgang mit Kritik. ...und nun: Das Wetter!

*Dass man mir diese Lösung erst angeboten hat, als ich im Shop war und nicht schon an der Hotline, lassen wir hier mal außer acht.
**Dass ich meinen Vertrag gekündigt habe, hat andere Gründe.

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