Sonntag, 24. Juni 2007

Wetten dass: SZ-Kritik mauer als die Sendung

Es ist ein hartes Los: Da ist man nun endlich dort angekommen, wo man immer hin wollte - in der Kultur-Redaktion der Süddeutschen Zeitung, wenn auch "nur" bei der Online-Ausgabe. Aber statt über Theaterstücke, Bücher oder den Film auf "Arte" zu schreiben, hat der CvD eine schlechte Nachricht: "Du - morgen - Wetten, dass...?". Scheiße, schon wieder nicht ins Literaturcafé am Wochenende, denkt man sich. Aber ich habe einen Plan. Ich schreibe einfach das, was immer alle schreiben. Und vielleicht kann um 23 Uhr noch nachfahren ins Café.

Sowas oder ähnliches muss in der SZ-Redakteurin vorgegangen sein, deren "Wetten dass"-Kritik heute den Reigen der Verisse eröffnet hat. Diese gehören zum Ritual rund um "Wetten dass" wie Gottschalks Anzüge. Und sie dienen nur dem einzigen Zweck: Die vielen Leute, die bei Google nach "Wetten dass" suchen, sollen auf der Seite des Mediums landen und nach oder vor dem Lesen auf die Werbung klicken. Fieses Gegrabsche hier, billige Herrenwitze da - das einzige, was gestern an "Wetten, dass" wirklich mau war, ist diese Kritik. Aber was will man schon erwarten am Samstag abend. War's denn schön - später im Literaturcafé?

Nachtrag: ungewöhnlich kritisch (allerdings nur wegen 16:9-Format) heute bild.de, während der Express jubiliert. Und die Redakteurin von Spiegel Online gibt sich für ihren Veriss wenigstens etwas Mühe. Ich meine übrigens wie DWDL: Gottschalk hatte einen seiner besseren Tage. Alle Einzelheiten im Protokoll vom Live-Blogging.

Nachtrag 2: Übrigens hatte Gottschalk, wie Quotenmeter berichtet, erstmals weniger als 10 Millionen Zuschauer - aber blieb natürlich trotzdem klarer Tagessieger.

Nachtrag 3: Eine schöne Kritik schreibt "Jörg Isert" vom Focus. Endlich mal nicht diese Standardthemen. Der Stern macht's zumindest besser als die SZ. Nach der Weisheitszahn-OP hätte ich's auch nicht ertragen...

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