So bin ich zum Bloggen gekommen
ProBloggerWorld hat vor einigen Tagen ein Blogprojekt gestartet. Thema: "Wie bist Du zum Bloggen gekommen?". Hier meine Antwort:
Als PRler ist das Bloggen natürlich auch ein Stück Vorbereitung auf den Job. In diesem Zusammenhang hat Tim meinen Weg zum Blog eigentlich gut beschrieben. Ich lese zwar schon lange Indiskretion Ehrensache, aber dennoch war ich lange Zeit skeptisch über den Sinn des Bloggens für Unternehmen. Denn genau wie nicht jedes Unternehmen eine eigene Zeitschrift braucht, braucht auch nicht jedes Unternehmen ein eigenes Weblog. Für sinnvoller habe ich es immer gehalten, die Geschehnisse in Blogs zu beobachten - und sich unter Umständen auch mal an einer Diskussion zu beteiligen, wohlgemerkt mit offenem Visier, unter richtigem Namen.
Mitte letzten Jahres habe ich den Blog hier gestartet und schnell wieder eingestellt - zu wenig Zeit. Und vor zwei Monaten habe ich dann ein zweites Mal begonnen. Grund: Mittlerweile sind Blogs für mich eine der ersten medienadäquaten Formate im Internet. Die Links zu anderen Beiträgen und die Einbettung von Videos machen Blogs zu einem überlegenen Format - im Vergleich zur "einfach online-gestellten Zeitung" oder zur Mediathek von TV-Sendern. Und als PRler kann man nur wissen, wie man ein solches Format beliefert, wenn man sich damit auskennt. Dieser Blog ist also - genau wie mein Praktikum in einer Tageszeitungsredaktion - ein Lehrmittel, das mir gute PR machen hilft.
Zudem habe ich gemerkt, wie viel mehr Spaß mir das Lesen von Weblogs im Vergleich zu klassischen Nachrichtenseiten macht. Und ich bin nicht der einzige, dem es so geht. Das bedeutet für mich, dass auch der sehr persönliche Stil aus Weblogs seinen Weg in Online-Medien finden könnte. Ich finde auch den Gedanken von Unternehmens- und Produktwebseiten, die auf Weblogs beruhen, eine reizvolle Idee - Unternehmensinfos mit aktuellem Bezug aufbereitet, geschrieben von Personen und nicht anonym. Das könnte toll werden.
Und zu guterletzt (toll, dass in Blogs die Rechtschreibung nicht so wichtig ist) glaube ich, dass Blogs ein Teil der Zukunft von PR sind. Unternehmen müssen sich immer mehr mit Microzielgruppen beschäftigen (ich übernehme mal dreist diesen Ausdruck meines Chefs - Danke, Nico), anstatt mit der Gießkanne zu arbeiten. PR ist für diese Aufgabe prädestiniert - schließlich sind Journalisten auch eine solche Zielgruppe. PRler sollten ehrlich und authentisch kommunizieren können - eine optimale Vorraussetzung für Kommunikation in der Microzielgruppe.
Ach, eines hatte ich ganz vergessen: Mir macht das Bloggen Spaß.
So, und jetzt geht's an die Lektüre all der anderen Beweggründe für's Bloggen. Die Links dazu findet Ihr bald auch hier.

4 Kommentare:
"Zudem habe ich gemerkt, wie viel mehr Spaß mir das Lesen von Weblogs im Vergleich zu klassischen Nachrichtenseiten macht."
Ja, mir geht es ähnlich. Gerade die von Dir angesprochene persönliche Note ist es häufig, die mich auf Blogs festhält.
Viele Grüße und danke für Deinen Beirag,
René
manueller Trackback:
Blogprojekt auf Probloggerworld
"Denn genau wie nicht jedes Unternehmen eine eigene Zeitschrift braucht, braucht auch nicht jedes Unternehmen ein eigenes Weblog."
Da hast Du sicher recht! Meiner Ansicht nach, macht ein Weblog für ein Unternehmen nur dann Sinn, wenn es sich dabei nicht um reine Produktpräsentationen handelt, sondern wenn der Blogleser durch die Beiträge einen direkten Nutzen hat.
@ Harald: Nur zu definieren, wann der User einen Nutzen hat, ist manchmal gar nicht so einfach. Aber grundsätzlich hast Du sicherlich recht.
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