Bloggerkolleg II: Was Funny Frisch und Frosta unterscheidet - oder vielleicht doch nicht
Wie bereits in der ersten Ausgabe dieses kleinen Bloggerkollegs für PRler beschrieben, ist die wichtigste Regel: Anstand. Man sollte Blogger, wie alle Menschen, mit Respekt behandeln und nicht meinen, man könne sie an der Nase herumführen (vgl. auch den Beitrag zum PR-Tag). Schade übrigens, dass das man so etwas überhaupt sagen/schreiben muss.
Welche Erfolge ein "anständiger" Umgang mit Konsumenten haben kann, zeigt der Vergleich zweier aktueller Fälle: Frosta und Funny Frisch. Als Frosta seine Packungsgröße bei gleichbleibendem Preis verkleinert, findet im Frosta Blog eine interessante Diskussion darüber statt, ob man lieber Preis erhöhen oder Packungsinhalt verkleinern solle - Beschimpfungen wegen der Mogelpackung finden nicht statt.
Bei Funny Frisch deckt heute der Shopblogger auf, dass die Packung viel größer ist als es für den Inhalt nötig sei. Die Kommentare: Harrsche Kritik und zynischer Spott.
Allerdings sollte nicht verschwiegen werden: Als der Shopblogger über die Frosta-Verkleinerung berichtet hat, fielen die Kommentare auch über Frosta wesentlich heftiger aus als im Frosta-Blog. Sein Großhändler hatte allerdings gleichzeitig zur Verringerung des Inhaltes auch noch den Preis erhöht - zumindest kommentierte Felix Ahlers von Frosta es so, Frosta habe den alten Preis beibehalten.
Die Lehre ist und bleibt meiner Ansicht nach trotzdem: Ehrlichkeit zahlt sich aus. Denn 1. kann man so eine "Mogelpackung" eh nicht geheim halten. Und 2. gibt es für so etwas meist gute Gründe. Aber: Wenn man sagt, dass man ehrlich ist, dann muss man es auch bleiben. Wenn Frosta nicht "die ganze Wahrheit" zur Preiserhöhung gesagt hat, kann das verheerende Folgen haben.
