Autotest mal andersrum (quasi: tsetotua)
Autotests seien meistens das Gegenteil von unabhängig, sagt man. Über kaum einen PR-Bereich wird soviel hergezogen: Redakteure würden von Herstellern mit Familie in Urlaub geschickt, um dort in "angenehmer Atmosphäre" aber eben auch mit dem Wissen, wer gezahlt hat, das Auto zu testen. Um es offen zu sagen: Ich weiß nicht, ob das tatsächlich zutrifft. Ich finde die Tests in autobild & co aber deshalb gut, weil sie den Bedürfnissen des Autofreundes entgegen kommen. Ich meine: Es ist doch klar, dass eine Zeitschrift ein Auto, das eventuell einer ihrer Leser besitzt, nicht verreist. Schließlich sind Autos in erster Linie Geschmackssache. Und Vernunft ist für wirkliche Fans eher zweitrangig. Den Beweis dafür liefert wöchentlich "Die Zeit". Hier wird versucht Autotests "mal anders" zu machen. Das Ergebnis ist eine literarisch-intellektuelle Abhandlung über den Wert der vorgestellten Autos. Schlimmer sind nur noch die Rezensionen von Eminem-Platten. Allesamt meiner Meinung nach fehl am Platze.
Dennoch kann man Testergebnisse auch anders und dennoch interessant aufbereiten, wie Margret Hucko und Alex Cohrs in ihrem Test von Volvo C30 und Mini im Autobild Blog zeigen. Sie sprechen vor allem den Kritikern des jeweils anderem Autos aus der Seele. Sehr nett gemacht.
